Bezirksliga

2011 / 2012

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Erste: TSV Oberriexingen – TSV Phönix Lomersheim 1:1 (0:0)
Nur Unentschieden – bitter, unnötig und unverdient
 
Für den rotgesperrten Martin Maier zog der Trainer Dominik Murnberger auf die Spielmacherposition zurück. Simon Roller kam dafür im Sturm zum Zug. Ansonsten schickte Coach Carl dieselbe Elf wie in den letzten Spielen ins Topspiel Erster gegen Dritter.
 
Phönix übernahm schnell die Spielkontrolle und erarbeitete sich ein Übergewicht gegen zumeist tief stehende Oberriexinger. In der ersten halben Stunde kam man so zu einer ganzen Reihe an Eckbällen und Freistößen, die man jedoch nicht in ein Tor ummünzen konnte. Am nächsten kam dabei Simon Roller einem Torerfolg, doch setzte er seinen Kopfball über das Gehäuse. Aus dem Spiel heraus vergab Sören Christofori die größte Gelegenheit zur Führung, als sein Schuss im Anschluss an eine vereitelte Roller-Chance von einem Verteidiger der Heimelf kurz vor der Linie geblockt wurde. Wenig später klatschte ein Schuss von Flavio Knapp aus 30 Metern an den Querbalken. Auf der Gegenseite kam die fast ausschließlich auf Konter lauernde Heimelf eben über solche zu zwei Torchancen im ersten Durchgang. Da auch diese nicht genutzt wurden, ging es trotz Lomersheimer Überlegenheit torlos in die Pause.
 
Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Carl-Elf nochmals deutlich die Schlagzahl und setzte die Heimelf verstärkt unter Druck. Simon Roller bot sich nach 48 Minuten folgerichtig die große Chance zur Führung: Christofori wurde auf links in die Tiefe geschickt und passte nach innen auf den freistehenden Roller. Dieser hätte aus vier Metern nur noch einzuschieben brauchen, doch beförderte das holprige Geläuf den Ball über seinen Fuß hinweg ins Aus – Riesenpech für Phönix. Kurz darauf konnte der Heimkeeper einen Roller-Kopfball nach einer Walter-Ecke entschärfen. Nach 62 Minuten war der Bann dann aber endlich gebrochen: Nach einer Christofori-Ecke von links schoss Roller volley zur verdienten 0:1-Führung ein. Lomersheim spielte danach weiter nach vorne und drängte auf die Entscheidung, konnte sich jedoch zunächst keine klaren Torchancen mehr erspielen. Nach etwa einer Stunde befreite sich die Heimelf zunehmend und wurde auch offensiv etwas aktiver. Richtig gefährlich wurde es für Phönix jedoch bis in die Nachspielzeit hinein nur ein einziges Mal, als Daniel Kern einen Schlenzer des Oberriexinger Stürmers ganz stark um den Pfosten lenkte. Nachdem der ab der Führung auffällig den Gastgebern zugeneigte Schiedsrichter einem schon verwarnten Heimakteur gleich zweimal ohne Folgen die letzte Verwarnung ausgesprochen hatte, schickte er Dominik Murnberger nach dessen erster unfairen Aktion nach seiner ersten Verwarnung umgehend vom Platz. Kurz darauf ließ er auch noch Gelb-Rot für Sören Christofori folgen, nachdem er diesen in astreiner Position aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen und dieser noch weitergespielt hatte. Die Heimelf nahm die Steilvorlage auf und witterte in Zwei-Mann-Überzahl doch nochmals ihre Chance. Allerdings sollte außer der bereits erwähnten Torgelegenheit zunächst nichts Gefährliches auf das Kern-Gehäuse zurollen. Im Angriff hatte der eingewechselte Eros Schembri die große Chance zum 0:2, doch zielte er aus linker Position knapp neben das verwaiste Tor. Fünf Minuten vor Schluss entschied sich der „Unparteiische“ nach der dritten verwarnungswürdigen Aktion des besagten Spielers dann doch noch zur längst überfälligen Ampelkarte für die Heimmannschaft. Phönix bekam die Sache etwas besser in den Griff, so dass die Heimelf die Bälle nur noch hoch in die Spitze drosch. Die angezeigte 3-minütige Nachspielzeit war dann auch bereits vorbei, als nach 94 Minuten ein Außenspieler der Heimelf unbedrängt flanken durfte und einen letzten hohen Ball in den Strafraum schlug. Dort nutzte ein Heimakteur seine Längenvorteile und versenkte den Ball per Kopfball-Bogenlampe zum unglücklichen Ausgleich im Phönix-Gehäuse.
 
Fazit: Ein aufgrund des spielerischen Übergewichts, der reiferen Spielanlage und des extrem späten Ausgleichstreffers höchst unglücklicher Punktverlust beim Spitzenreiter. Nach den Platzverweisen ließ man den Abstand zwischen Angriff und Dreierkette etwas zu groß werden. Dadurch ging ein wenig die Kompaktheit und damit der Zugriff auf den Gegner verloren, da man die numerische Unterlegenheit im Raum nur schwer wettmachen konnte. Dies führte letztlich auch zum Ausgleichstreffer, als der Flankende zu spät attackiert wurde. Ein 0:2 oder ein etwas „glücklicheres“ Händchen des Schiedsrichters beim Aussprechen persönlicher Strafen hätte sicherlich ein anderes Endresultat zur Folge gehabt.
 
So muss am kommenden Sonntag, den 10.04. am heimischen Wässerle gegen den neuen Tabellenführer aus Bissingen ein Sieg her, um vielleicht nochmal irgendwie ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitreden zu können.
 
Für Phönix spielten:
Kern – Morgante, Brüstle, F. Knapp – Walter, Hagenbuch – Hook, Fischer – Murnberger – Roller (81. Schembri), Christofori
 
Tore:
0:1 Roller (62.)
1:1 – (90.+4)
 
Gelb-rote Karten:
Murnberger (81.)
Christofori (84.)
– (86.)
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