
2011 / 2012

| Erste: FV Roßwag – TSV Phönix Lomersheim 1:4 (0:1) |
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Phönix mit überzeugendem Auftritt in Roßwag
Im Vergleich zum Pokalspiel unter der Woche nahm Coach Carl eine Veränderung in der Startelf vor: Der wiedergenesene Maier hatte sich zum kleinen Derby rechtzeitig fit gemeldet und nahm seinen gewohnten Platz auf der Zehn ein. Murnberger rückte nach vorn in den Sturm und Roller nahm zunächst auf der Bank Platz.
Phönix zu nachlässig im Abschluss – nur knappe Führung zur Pause
Lomersheim musste sich im Vergleich zum Pokalspiel unter der Woche deutlich steigern, um drei Punkte aus Roßwag entführen zu können. In den ersten Minuten sahen die Zuschauer ein recht zerfahrenes Spiel ohne klare Linie auf beiden Seiten. Nach und nach fand Phönix jedoch immer besser zu seinem Spiel. Man hatte viel Platz auf den Außenbahnen und wusste diesen auch zunehmend zu nutzen. So näherte man sich dem Roßwager Tor Stück für Stück an. In der 25. Minute hatte man dann schließlich den Weg zum Tor gefunden: Riede passte aus der Abwehr heraus auf Murnberger, der direkt auf den durchgestarteten René „Die Rennmaus“ Hook weiterleitete, welcher anschließend eine scharfe Hereingabe von rechts außen ins Zentrum spielte, die ein Roßwager Abwehrspieler ebenso gekonnt wie unglücklich und unhaltbar an seinem Torsteher vorbei ins eigene Gehäuse bugsierte (0:1). Die Heimelf operierte zu diesem Zeitpunkt im Spiel nach vorn ausschließlich mit langen Bällen auf ihre Offensivabteilung, wobei sich der gelb-blaue Defensivverbund jedoch ein ums andere Mal in brenzligen Situationen hellwach zeigte und so klären konnte. In der Folge bekam man hinten endlich auch die nötige Sicherheit, baute das Spiel überlegt auf und spielte sich im Offensivspiel nun immer wieder hochkarätige Torchancen heraus. Schaltzentrale im Mittelfeld der Carl-Elf war der glänzend aufgelegte Martin „Das O“ Maier, der im zweiten Spiel endgültig wieder in der Kreisliga angekommen schien und seine Mitspieler immer wieder gut in Szene setzen konnte. So auch kurz nach der Führung, als sich Maier auf der linken Seite dynamisch durchtankte und auf Christofori ablegte, dieser mit seinem schwächeren rechten Fuß jedoch am Torwart scheiterte (28.). Gleich darauf war es wieder „Diego“ Christofori, der aus gut 20 Metern das Leder nur knapp neben das Gehäuse setzte (30.). Die nächste gute Möglichkeit bot sich nach einer Ecke, als Christofori den Ball an die Strafraumgrenze schlug und Maier die Volleyabnahme nur hauchdünn über den Kasten jagte (35.). Kurz darauf hatte Linksverteidiger Sven „Dédé“ Kamptmann seinen großen Auftritt, als er in einem Solo auf Champions League Niveau gleich vier Roßwager stehen ließ, in den Sechzehner eindrang, dort aber etwas zu weit nach außen geriet und so nur noch in Grafite-Manier mit der Hacke abschließen konnte. Leider stand der Torwart jedoch goldrichtig und konnte dieses Traumtor verhindern (38.). Kurz vor dem Pausentee bekam auch noch Murnberger seinen Hundertprozenter, als er – von Maier freigespielt – allein auf den Torwart zulief, dieser den Ball per reflexartiger Fußabwehr jedoch aus der linken Ecke holen konnte (44.). Die Roßwager Elf beschränkte sich in Hälfte Eins nur darauf, das Lomersheimer Spiel zu stören. Die Heimelf lauerte auf Fehler der Gäste und versuchte es immer wieder aus der Distanz. Klare Tormöglichkeiten ließ die Lomersheimer Abwehr im gesamten ersten Spielabschnitt jedoch nicht zu. Da die Carl-Elf es wieder einmal verpasst hatte, den Sack früh zuzumachen, ging es mit einer viel zu knappen 0:1-Führung in die Halbzeit.
Nach dem Ausgleich sorgt Phönix für klare Verhältnisse
Nach der Pause kam Roßwag einen Tick wacher und aggressiver aus der Kabine und kam so schnell zu seiner ersten Großchance: Nach einem klugen Pass in die Nahtstelle der Viererkette stand plötzlich ein Roßwager Stürmer allein vor dem Tor, scheiterte jedoch am gedankenschnell herausstürmenden Daniel „Manu“ Kern (50.). Nur kurze Zeit später musste Lomersheim dann jedoch den Ausgleich hinnehmen, nachdem ein Roßwager Akteur von Kern im Strafraum zu Fall gebracht worden war, und die Heimelf den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1 verwandeln konnte (55.). Lomersheim fand nach dem Ausgleich allerdings schnell wieder zurück ins Spiel und machte nun auch wieder so druckvoll weiter wie schon in Durchgang Eins. Als dann nach einer Stunde Spielzeit Timo „T-1000“ Hagenbuch nicht so recht wusste wohin mit dem Ball, lud er durch und jagte sein Geschoss aus gut 25 Metern wie einen Strahl ins rechte Kreuzeck – Spielstand: 1:2, menschliche Verluste: 0, Roßwag: geschockt! Nur acht Minuten später legte Maier zum 1:3 nach: Er schnappte sich im Mittelfeld den Ball, marschierte allein durch die indisponierte Roßwager Abwehr und schloss seinen Sololauf per Vollspannschuss ins Tor ab (68.). Mit der nun sicheren Führung im Rücken spielte Phönix weiter befreit auf, kam quasi im Fünf-Minutentakt zu guten Tormöglichkeiten und ließ nach hinten außer gelegentlichen Fernschüssen nichts mehr zu. Christofori scheiterte kurz vor seiner Auswechslung noch mit einem herrlichen Freistoß am Roßwager Torhüter, der den Ball gerade noch aus der Ecke kratzen konnte (70.). Der für Christofori gekommene Roller führte sich gleich gut ins Spiel ein, als er nach Ablage von Schembri mit links abzog und ebenfalls im Torwart seinen Meister fand (74.). Nach den beiden vergebenen Chancen hatte Abwehrrecke Daniele „Die Axt“ Morgante genug gesehen und sorgte höchstselbst für das 1:4 nach 76 gespielten Minuten. Als er sich bei einer Standardsituation mit nach vorne geschlichen hatte und beim ersten Versuch nach Hereingabe von Maier noch am Torwart gescheitert war, machte er es im zweiten Anlauf – wiederum nach Flanke von Maier – besser und setzte den Ball per Fuß (!) gekonnt zur Entscheidung unter die Latte. Die Freude war groß und Morgante konnte es selbst kaum glauben. Roßwag war nun endgültig bedient und hätten Schembri aus aussichtsreicher Position und Murnberger per Kopf ihre Möglichkeiten besser genutzt, wäre nach starker Leistung sogar ein kleines Schützenfest drin gewesen.
Fazit: Endlich wieder eine rundum gute Leistung der Carl-Elf, die aus einer sicher stehenden Defensive heraus beinahe über die gesamten 90 Minuten ansehnlichen und durchdachten Fußball bot. Im Gegensatz zu den letzten Spielen war die ganze Elf deutlich mehr in Bewegung, was sich deutlich auf den Spielfluss auswirkte. Der klare und hochverdiente Auswärtssieg war somit die logische Folge.
Am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr empfängt Lomersheim als Erster die Spvgg. Besigheim als Zweiten der allerdings noch wenig aussagefähigen Tabelle am heimischen Wässerle zum ersten „Spitzenspiel“ der Saison.
Für Phönix spielten:
Kern – Riede, Brüstle, Morgante, Kamptmann – Hagenbuch (65. Knapp) – Hook (60. Murnberger), Schembri – Maier (77. Wyrich) – Murnberger, Christofori (71. Roller)
Tore:
0:1 Eigentor (25.)
1:1 – (50., FE)
1:2 Hagenbuch (60.)
1:3 Maier (68.)
1:4 Morgante (76.)
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