Bezirksliga

2011 / 2012

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Erste | 3. Pokalrunde: TSV Phönix Lomersheim – TSV Grünbühl 4:2 (1:1)
4:2-Erfolg nach durchwachsener Leistung - Christofori mit Doppelpack
 
Nach dem gelungenen Saisonauftakt am Wochenende gegen Kleinsachsenheim vertraute Coach Carl in der Drittrundenpartie des Bezirkspokals gegen den TSV Grünbühl bis auf eine Ausnahme seiner Startelf vom Wochenende: Martin Maier musste wegen Rücken-/Nackenproblemen passen. Für ihn rückte Dominik Murnberger auf die Zehn.
 
Schwache erste Hälfte endet unentschieden
Phönix fand von Anfang an nicht richtig zu seinem Spiel, was sich – so viel sei vorweg genommen – über den gesamten Verlauf der Partie nicht wirklich bessern sollte. Noch keine Viertelstunde war gespielt, als sich ein Gästeakteur im Luftkampf gegen Capitano und Abwehrchef Sören Brüstle durchsetzen konnte. Der Ball fiel einem freistehenden Grünbühler vor die Füße, der Daniel Kern aus knapp 20 Metern mit einem Heber aus der Drehung keine Abwehrchance ließ und zum 0:1 einschoss (10.). Phönix kam in der Folge trotz des stockenden Spielflusses zu einer Vielzahl an guten Torchancen, die jedoch entweder sträflich liegen gelassen oder aber gar nicht erst konsequent zu Ende gespielt wurden. Ob es Roller war, der freistehend vor dem Torwart knapp neben die lange Ecke zielte oder dessen Kopfbälle einige Male hauchdünn über die Latte strichen oder Hook, der den Ball zu schlampig auf Murnberger querlegte, als beide „glockenfrei“ auf den Gästetorwart zuliefen oder Riede, der mit einem Spitzenjodler aus gut 20 Metern den Ball ans Gebälk nagelte oder Murnberger und Christofori, die jeweils knapp mit ihren Schüssen am verzogenen Visier bzw. wenig später am Torhüter scheiterten. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen – entweder man stellte sich nicht gerade clever an oder der Ball wollte einfach nicht ins Tor. So musste nach 30 Minuten – wie konnte es anders sein – ein ruhender Ball herhalten, um den Ausgleich herzustellen: Freistoß von halblinks, Murnberger stieg über den Ball und Christofori zirkelte den Ball gefühlvoll und platziert mit der Innenseite hoch ins kurze Kreuzeck (1:1, 30.). Doch am Spiel von Phönix änderte sich weiterhin nichts: Man spielte viel zu statisch und schlug zu viele lange Bälle von hinten heraus, weil schlichtweg die Bewegung ohne Ball komplett fehlte. Außerdem bekam man zu häufig die Räume nicht dicht, kam nicht in die Zweikämpfe und ließ dem Gegner allgemein zu viel Platz. So konnte Grünbühl immer wieder unbedrängt den Ball durch die Schnittstellen der Viererkette in die Tiefe spielen und stellte Phönix so immer wieder vor Probleme. Allerdings konnten die Gäste diese Situationen Gott sei Dank nicht in Tore ummünzen, so dass es mit einem 1:1 in die Pause ging.
 
Schlechte Chancenverwertung hüben wie drüben
Nach der Halbzeit wieder umgehend der frühe Rückstand: Der Gegner wurde auf der linken Seite zu zaghaft angegriffen, gab den Ball anschließend flach nach innen, wo der Stürmer mühelos zur 1:2-Führung einschob (55.). Phönix in der Folge auch im zweiten Durchgang mit zu vielen vergebenen Torchancen. Kombinationsspiel weiter Fehlanzeige. Um die schwache Defensive auszuhebeln reichten an diesem Tag lange Bälle, so dass die Gäste weiterhin zu genügend Torchancen kamen. Der Ausgleich für Gelb-Blau fiel dann in Folge eines – zugegebenermaßen etwas schmeichelhaften – Elfmeterpfiffs, nachdem Murnberger im Strafraum zu Fall gekommen. Der vor Selbstvertrauen strotzende Christofori schnappte die Murmel und versenkte sie eiskalt im linken Kreuzeck (2:2, 65.). Nur kurze Zeit später traf René Hook per Spannstoß, nachdem Roller eine Christofori-Flanke per Kopf verlängert hatte, zur erstmaligen Führung (3:2, 70.). Im Anschluss scheiterten nochmal Christofori, Roller und Hook jeweils knapp. Den Schlusspunkt setzte Eros Schembri nach schönem Zusammenspiel über Riede und Christofori zum 4:2-Endstrand in der 80. Minute. Im Anschluss durfte ein Gästeakteur nach einem äußerst geistreichen Foulspiel noch frühzeitig zum Duschen.
 
Fazit: Phönix zieht verdient in die nächste Runde ein. Allerdings legte man eine katastrophale Chancenverwertung an den Tag, zeigte sich oft nicht konzentriert genug und ließ den gewohnten Spielfluss über weite Strecken vermissen. Positiv zu erwähnen gilt es die Tatsache, dass man zweimal nach Rückstand zurückkam und dass man - und darauf kommt es letztlich an - weiterhin im Pokalwettbewerb vertreten ist.
 
Für Phönix spielten:
Kern - Riede, Brüstle, Morgante (46. Körner) , Kamptmann - Hagenbuch (46. Knapp, F.) - Hook, Schembri - Murnberger - Roller (70. Hecht), Christofori
 
Tore:
0:1 – (10.)
1:1 Christofori (30.)
1:2 – (55.)
2:2 Christofori (65., FE)
3:2 Hook (70.)
4:2 Schembri (80.)

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