
2011 / 2012

| Erste: TSV Phönix Lomersheim – TSV Kleinsachsenheim 5:1 (3:1) |
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Phönix erwischt Start nach Maß zum Saisonauftakt
Coach Carl stand bis auf wenige Ausnahmen sein kompletter Kader zur Verfügung. Flavio Knapp weilte noch im Urlaub und Thomas Fischer fehlt aufgrund eines Auslandsaufenthaltes die gesamte Hinrunde. Der Trainer schickte seine Mannen in seinem ersten Verbandsspiel als Phönix-Trainer erwartungsgemäß in einem 4-4-2 mit Raute ins Rennen. Im Tor erhielt Daniel Kern den Vorzug vor Sascha Wächter. Die Viererkette bildeten von rechts nach links Alexander Riede, Sören Brüstle, Daniele Morgante und Sven Kamptmann. Auf der Sechs agierte Timo Hagenbuch, flankiert von René Hook (rechts) und Eros Schembri (links) auf den Außenbahnen. Davor kam Rückkehrer Martin Maier in der Kreativzentrale zum Einsatz und unterstützte die beiden Spitzen Simon Roller und Sören Christofori im Angriffsspiel. Vorjahreskanonier Murnberger nahm nach auskurierter Verletzung aber noch mit Trainingsrückstand zunächst auf der Bank Platz.
Phönix startet furios – Christofori eröffnet die Saison
Schon in der letzten Trainingswoche vor dem Saisonauftakt war der Mannschaft anzumerken, dass es endlich wieder losging und die Zeit der Freundschaftsspiele ein Ende hatte. Die ganze Woche über wurde noch konzentrierter und intensiver gearbeitet als ohnehin im Verlauf der Vorbereitung. Mit dem TSV Kleinsachsenheim gab zum Auftakt ein Aufsteiger seine Visitenkarte am Wässerle ab, nachdem im Juni in der Relegation der SV Iptingen im Elfmeterschießen bezwungen wurde.
Die gut eingestellte Phönix-Elf agierte von Anfang an sehr druckvoll und hochmotiviert. Nach zwei Spielminuten hatte Simon Roller bereits die erste Großchance nach Hereingabe von links, setzte den Ball jedoch knapp neben den rechten Pfosten. Phönix machte weiter Druck und wurde bereits nach vier Minuten durch ein schnelles Tor von Sören Christofori belohnt. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld konnte sich Roller robust gegen einen Kleinsachsenheimer Abwehrspieler durchsetzen, wodurch der Ball etwas glücklich zu Christofori gelenkt wurde und dieser trocken und direkt aus 13 Metern mit einem satten Linksschuss ins linke untere Eck zum 1:0 einschoss. Phönix drängte daraufhin weiter auf das Gästetor, doch verpasste Roller in der 8. Minute eine Kamptmann-Flanke um Haaresbreite. Nach 11 Spielminuten scheiterte Christofori mit einem Kopfball am Sachsenheimer Torsteher. Zwei Minuten später konnte der Gästekeeper einen strammen 22-Meter-Schuss von Alexander Riede gerade noch um den Pfosten biegen (13.). Nach einer Viertelstunde hatte der Dauerdruck seinen Höhepunkt erreicht und das 2:0 schien nur noch eine Frage der Zeit, als es wenig später plötzlich 1:1 stand. Nach einer schon geklärten Kleinsachsenheimer Standardsituation verlor Lomersheim beim Herauslaufen kurzzeitig die Ordnung, verteidigte den zweiten Ball zu nachlässig und die Gäste nutzten das kurze Durcheinander im Mittelfeld: Zwei Angreifer waren plötzlich frei durch, kurzer Querpass, 1:1 (19.). Gelb-Blau brauchte danach fünf Minuten, um den Schock zu verdauen, fand dann jedoch schnell wieder zurück in die Spur und entfachte erneut Dampf auf das Gästegehäuse. Nach 24 Minuten scheiterte Roller frei vor dem Gästetor im Eins-gegen-Eins mit dem Torhüter und auch der Nachschuss von Hook konnte geblockt werden. Wenig später setzte Sven Kamptmann eine Volleyabnahme nach Flanke von der rechten Seite durch Riede knapp über den Querbalken. Die nächste wohltemperierte Flanke des in Durchgang Eins stark aufspielenden Kamptmann setzte Roller per Kopf nach 32 Minuten noch ans Gebälk. Zwei Minuten später machte er es besser und versenkte eine scharfe Christofori-Ecke druckvoll per Kopf zum hochverdienten 2:1 im langen Eck (34.). Die Gäste standen weiter nur hinten drin und beschränkten sich auf die Defensivarbeit. Wenig später zischte ein Maier-Geschoss nach schönem Alleingang knapp links am Tor vorbei (42.). Zwei Minuten später war er dann erfolgreicher, als er nach mustergültigem Doppelpass mit Roller aus dem Mittelfeld heraus auf und davon ging, dem Torwart keine Chance ließ und flach ins kurze Eck einschoss (3:1, 44.). Quasi mit dem Halbzeitpfiff bediente Sören Christofori den freistehenden René Hook, doch dessen Heber senkte sich zu spät und ging so knapp über den Kasten, womit es mit einer 3:1-Halbzeitführung in die Kabine ging. Dies hochverdient, war man doch bis auf einen kurzen Durchhänger rund um den Ausgleich die deutlich überlegene Mannschaft – speziell die linke Seite mit Schembri und dem überzeugenden Neu-Außenverteidiger Kamptmann wirbelte nahezu unaufhörlich.
Begegnung verflacht nach der Pause
Lomersheim kam zunächst wieder gefälliger aus der Kabine und kam umgehend zu zwei, drei kleineren Torchancen. Nach 56 Minuten baute Alexander Riede (eigentlich als Torverweigerer bekannt) die Führung auf 4:1 aus, als er den Ball nach Doppelpass mit Schembri und schöner Körpertäuschung gegen seinen Gegenspieler ansatzlos per Spitzelguli ins kurze Eck torpedierte. Wer allerdings erwartet hatte, mit der sicheren Führung im Rücken jetzt eine souverän aufspielende Lomersheimer Mannschaft zu sehen, wurde jedoch leider enttäuscht. Wie schon vor Wochenfrist im Pokal, verlor man teilweise komplett die Ordnung, wodurch Kleinsachsenheim immer wieder zu Torchancen eingeladen wurde, die aber ein ums andere Mal vom gut aufgelegten Kern vereitelt werden konnten. Phönix agierte nun über weite Strecken viel zu überhastet und operierte zu oft mit langen Bällen anstatt den einfachen Ball zu spielen. Jedoch kam man aufgrund der höheren individuellen Qualität nur selten ernsthaft in Bedrängnis und generierte im Spiel nach vorne phasenweise weiterhin sauber herausgespielte Angriffe, wodurch mit zunehmender Spieldauer auch wieder mehr und mehr Torgefahr entwickelt werden konnte. Nach 68 Minuten passte Roller auf Maier, der jedoch in aussichtsreicher Position aus dem Tritt kam und am Torwart scheiterte. Kurz darauf kamen die Gäste zu einer guten Konterchance, als der Angreifer nach einem Lomersheimer Ballverlust im Mittelfeld haarscharf am Pfosten vorbeischoss (70.).
Nach 83 Minuten erkämpfte sich der eingewechselte Dominik Murnberger den Ball, vernaschte einen Gegenspieler und jagte die Kugel dann aus 20 Metern unhaltbar ins kurze Kreuzeck (5:1). Ansonsten kam Lomersheim noch zu einigen kleineren Gelegenheiten und auch die Gäste gaben noch zwei Warnschüsse ab. Da jedoch entweder die beiden Torhüter im Weg standen oder der mit zunehmender Spieldauer immer mehr abbauende Schiedsrichter Gelb-Blau ein ums andere Mal mit höchst zweifelhaften Abseitsentscheidungen zurückpfiff, blieb es bis zum Abpfiff beim 5:1.
Fazit: Das Ziel, mit einem Dreier zuhause gegen den Aufsteiger aus Kleinsachsenheim in die neue Saison zu starten, wurde verdientermaßen erreicht. Positiv zu erwähnen gilt es die Tatsache, dass man gegen eine sehr tief stehende und destruktiv eingestellte Mannschaft zu fünf Toren gekommen ist. Als ausbaufähig muss jedoch die Fähigkeit der jungen Carl-Elf eingestuft werden, eine sichere Führung fußballerisch klar dominierend und souverän über die Zeit zu bringen.
Am Mittwoch um 18:30 Uhr geht es zuhause gegen Grünbühl bereits im Bezirkspokal weiter. Das nächste Verbandsspiel steigt am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr beim FV Rosswag.
Für Phönix spielten:
Kern – Riede, Brüstle, Morgante (80. Wyrich), Kamptmann – Hagenbuch (74. Münchinger) – Hook (60. Murnberger), Schembri – Maier – Roller, Christofori
Tore:
1:0 Christofori (4.)
1:1 – (19.)
2:1 Roller (34.)
3:1 Maier (44.)
4:1 Riede (56.)
5:1 Murnberger (.)
Gelbe Karten:
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