
2011 / 2012

| Erste: VfB Vaihingen – TSV Phönix Lomersheim 3:4 (1:2) |
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Auswärtssieg unter sengender Sonne zum Saisonabschluss
Coach Piayda experimentierte in seinem letzten Spiel als Phönix-Coach notgedrungen ein wenig. In der Defensive formierte man eine Dreier- statt einer Viererkette. Dafür spielte man mit einer Art Doppelzehn im Mittelfeld. Piayda selbst verteidigte rechts hinten und Schembri rückte statt Christofori in den Angriff, der dafür ins offensive Mittelfeld beordert wurde. Auf der Bank nahmen der stark angeschlagene Sven Kamptmann (Angriff), Carl Knöller (Abwehr) sowie Pietro Morgante (eigentlich Tor, heute Offensiv-Allrounder) Platz.
Beide Mannschaften über 90 Minuten mit Sommerfußball
Von Beginn an entwickelte sich eine Begegnung mit Freundschaftspiel-Charakter. Beide Mannschaften hatten scheinbar einen Haken an die Saison gemacht und waren bestrebt nochmal ein ansehnliches Spiel abzuliefern. So gut es die lähmende Hitze zuließ ging es munter nach vorn – die Defensivarbeit wurde dagegen häufig vernachlässigt. Die ersten Gelegenheiten wurden zweimal durch Christofori und anschließend durch Roller noch vergeben. Dann war es Dominik Murnberger, der seine Farben nach 23 Minuten in Front brachte. Nach einer Einzelaktion schlug sein trockener Schuss aus 19 Metern rechts unten im Vaihinger Gehäuse ein (0:1, 23.). Danach hatte die Heimelf zweimal die Chance zum Ausgleich, doch Wächter parierte jeweils stark. Nach einem Vaihinger Befreiungsschlag und anschließender Kopfballverlängerung war ein Heimakteur frei durch und netzte schließlich doch zum Ausgleich ein (1:1, 28.). Die Torchancen wurden nun etwas weniger und Phönix kontrollierte die Partie, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. So dauerte es bis zur 36. Minute, bis der Ball nach einer Walter-Ecke und anschließendem Roller-Kopfball plötzlich Flavio Knapp vor die Füße fiel, der sich nicht lange bitten ließ und die neuerliche Führung erzielte (1:2, 36.). Das langersehnte Ende einer zweijährigen Durststrecke! Noch vor der Pause bot sich den Hausherren die große Chance zum Ausgleich, als der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt zeigte, nachdem Arne Körner seinem Gegenspieler in die Hacken gelaufen war. Von zahlreichen „Butt, Butt, Butt“-Rufen gefordert schnappte sich der Keeper der Hausherren die Murmel, fand jedoch gleich zweimal im starken Sascha „Katze“ Wächter seinen Meister, der auch den Nachschuss parieren konnte. So ging es mit einer 1:2-Führung in die schattigen Kabinen.
„Killer“ Morgante verabschiedet sich als Mittelfeldmotor
In der Pause kam Knöller für den angeschlagenen Murnberger, was eine Umstellung auf das gewohnte System mit Viererkette mit sich brachte. Das Spiel plätscherte zunächst etwas vor sich hin und es ergaben sich nur wenige Torchancen. Nach 53 Minuten stand es dann plötzlich 2:2, nachdem man einen Angreifer der Hausherren nur halbherzig attackiert hatte und dieser sich mit dem Ausgleich bedankte. Nach 54 Minuten verabschiedete sich Coach und Allzweckwaffe Piayda nach seinem letzten gelb-blauen Einsatz auf die Ehrenrunde – im Stadion wurde minutenlang Andrea Boccelli’s Gassenhauer „Time to say Goodbye“ gespielt und die Anhänger beider Lager erhoben sich von ihren Sitzen um Ovationen zu spenden. Für ihn kam der aus beruflichen Gründen ebenfalls scheidende Pietro aka. „Pizza“ aka. „Killer“ aka. „Pistol-Pete“ aka. „Peter“ Morgante ins Team und wirbelte fortan wie aufgezogen auf dem rechten Flügel. Zu keiner Sekunde war ihm anzumerken, dass sich seine angestammte Position zwischen den Pfosten befindet. Außerdem ersetzte der festivalgeschädigte „Schwatte“ Kamptmann fortan Christofori und rückte in den Angriff, während sich „Wee-Man“ Schembri nun auf die Zehn fallen ließ. Anschließend ging es munter rauf und runter. Dann versetzte Thomas „Arjen“ Fischer auf halblinks zwei Mann und flankte butterweich auf den Kopf von Sturmtank Simon Roller, der den Ball aus fünf Metern kraftvoll in die Maschen wuchtete (2:3, 64.). Phönix kontrollierte nun die Partie und hielt den Ball gut in den eigenen Reihen. Man war bestrebt, den Vorsprung unter der sengenden Sonne nach Hause zu spielen. Die nächste Gelegenheit bot sich Pietro „Killer“ Morgante, der bei einer seiner vielen starken Aktionen druckvoll von rechts in den Strafraum eindrang, doch der Vaihinger Schlussmann konnte Morgante’s Geschoss in höchster Not über die Latte biegen. Anschließend wurde noch ein Schuss von Roller abgeblockt. Nach 74 Minuten vernaschte Italo-Bomber Schembri am linken Strafraumeck seinen Gegenspieler, zog energisch nach innen und jagte den Ball mit Vehemenz ins kurze Eck (2:4, 74.). Das Spiel schien gelaufen und Phönix hatte das Spiel gut unter Kontrolle, doch von Minute zu Minute schien sich die Hitze auf die gelb-blaue Konzentration zu schlagen. Vaihingen bekam immer mehr Raum und ab der 80. Minute auch vermehrt Chancen. Nachdem Wächter in der 80. Minute noch mit Bravour parieren konnte, war er in der 82. machtlos, als zum wiederholten Mal ein Vaihinger Angreifer allein vor ihm aufkreuzte (3:4). Vaihingen kam danach noch zu zwei Gelegenheiten, scheiterte jedoch einmal erneut an Wächter und einmal an Brüstle‘s kompromissloser Abwehr. Anschließend hatte Schembri noch die Riesenchance zur endgültigen Entscheidung: Fischer hatte sich am linken Flügel durchgetankt, war nach innen gezogen und hatte Schembri mit seinem „starken“ Rechten gefühlvoll am langen Pfosten bedient. Doch anstatt den in perfekter Schembri-Kopfhöhe (1,34m) heransegelnden Ball per Kopf über die Linie zu drücken, versuchte sich unser Italo-Bomber mit technisch versierter Beingymnastik und scheiterte aus fünf Metern knapp. So blieb es bis zum Abpfiff beim 3:4-Sieg über bereits abgestiegene Vaihinger.
Fazit: In einem Spiel bei drückender Hitze und mit mäßigem Tempo war Phönix die etwas zielstrebigere zweier Mannschaften, denen deutlich anzumerken war, dass es um nichts mehr ging und gewann daher nicht unverdient. Bei besserer Chancenverwertung hätten die Vaihinger jedoch auch einen Punkt ergattern können.
Für die Aktiven steht jetzt die Sommerpause an. Am nächsten Wochenende geht es auf den Mannschaftsausflug nach Köln und am 26. Juni steht das offizielle Saisonabschlussfest an. Die Vorbereitung auf die neue Saison startet am 19. Juli.
Für Phönix spielten:
Wächter – Piayda (54. P. Morgante), Brüstle, Körner – F. Knapp – Walter, Fischer – Murnberger (46. Knöller), Christofori (54. Kamptmann) – Roller, Schembri
Tore:
0:1 Murnberger (23.)
1:1 – (28.)
1:2 F. Knapp (36.)
2:2 – (53.)
2:3 Roller (64.)
2:4 Schembri (74.)
3:4 – (82.)
Gelbe Karten:
–
Besondere Vorkommnisse:
Körner wird rüde von der Werbebande gefoult (20.)
Wächter hält Foulelfmeter samt Nachschuss (40.)
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