Bezirksliga

2011 / 2012

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Erste: TSV Phönix Lomersheim – TSV Bönnigheim 2:4 (1:3)
Niederlage im letzten Heimspiel der Saison
 
Coach Piayda veränderte seine Startelf im Vergleich zum Besigheim-Spiel auf einer Position: Nach Verletzungspause gab Abwehrchef Sören Brüstle sein Startelf-Comeback in der Innenverteidigung. Arne Körner spielte dafür linker Außenverteidiger, da Daniel Münchinger aufgrund seines Sport-Abis pausierte. Auf der Bank nahmen Sven Kamptmann (Angriff), Eros Schembri (Mittelfeld), Benjamin Genttner (Abwehr), Simon Blaich (Abwehr) sowie Daniel Kern (Tor) Platz.
 
Zu viele Fehler bringen Rückstand zur Pause
Nachdem man sich am letzten Spieltag auch rechnerisch aus dem Rennen um die Aufstiegsrelegation verabschiedet hatte, ging es zuhause gegen den Tabellennachbarn aus Bönnigheim um die goldene Ananas. Die Piayda-Elf merkte man leider bereits nach wenigen Minuten an, dass die Luft etwas raus war. Die Gäste aus Bönnigheim zeigten sich aggressiver im Zweikampf und zielstrebiger im Spiel nach vorn. Dennoch hatte Phönix die ersten großen Chancen. Sören Christofori scheiterte jedoch allein vor dem Gästekeeper an dessen Fußabwehr und Simon Roller brachte auch den Nachschuss nicht im Tor unter (9.). Die Gäste machten es bei ihrer ersten echten Torchance besser. Nach einem Missverständnis kam der gefährlichste Bönnigheimer Angreifer 35 Meter vor dem Tor etwas glücklich an den Ball, Brüstle rutschte weg, Knöller wurde umkurvt und Wächter war machtlos, als die Kugel halbhoch im rechten Eck einschlug (0:1, 19.). Die nächste Torszene entsprang einem katastrophalen Fehlpass auf rechts, doch Wächter konnte mit letztem Einsatz klären. Anschließend kam Lomersheim wieder etwas besser ins Spiel und mit dem zweiten schönen Angriff des Spiels klingelte es dann auch. Thomas Fischer und Sören Christofori spielten sich auf links durch die Gästeabwehr und Christofori flankte ins Zentrum. Dort verpasste zunächst Roller knapp, doch am langen Pfosten setzte sich Michael Walter gegen seinen Verteidiger durch und traf platziert flach ins linke Eck (1:1, 27.). Wenige Minuten später leistete man sich im Spielaufbau einen unnötigen Ballverlust und die konterstarken Gäste dankten es mit der erneuten Führung (1:2, 32.). Der Spielstand spielte Bönnigheim nun in die Karten, die immer wieder schnell nach vorne stießen. Noch vor der Pause schnappte die gelb-blaue Abseitsfalle nicht zu, da ein Verteidiger das Herausrücken verschlafen hatte und ein Gästeangreifer damit unbedrängt auf 1:3 erhöhen konnte (39.). Eine weitere Chance der Gäste machte Wächter kurz vor dem Pausenpfiff zunichte.
 
Schnelle Gästeantwort erstickt Aufholjagd im Keim
In der Halbzeit kam Kamptmann für Roller, doch am Spielverlauf änderte sich wenig. Bönnigheim war nun zunehmend bestrebt die Defensive zu stabilisieren und konterte dann aus einer sicheren Deckung heraus meist blitzartig. Klare Chancen blieben zunächst auf beiden Seiten Mangelware, bis Alexander Riede nach 55 Minuten über rechts in den Strafraum eindrang, seinen Abschluss jedoch um gut zwei Meter verzog. Danach war Bönnigheim wieder die gefährlichere Mannschaft – immer wieder kamen sie mit gefährlichen Kontern nach vorn. Wächter konnte jedoch zweimal stark klären. Die nächste Halbchance hatte Phönix, doch Flavio Knapp und/oder Alexander Riede setzten eine Walter-Ecke in Gemeinschaftsaktion per Kopf neben den kurzen Pfosten. Anschließend verpassten gleich zwei Gelb-Blaue einen Fischer-Freistoß am langen Pfosten denkbar knapp. Die erste Großchance der Heimelf vergab dann Christofori, der im Eins-gegen-Eins mit dem Gästetorhüter jedoch erneut das Nachsehen hatte, nachdem er von Kamptmann bedient wurde. Auf der Gegenseite kam auch Bönnigheim – erneut nach einem schönen Konter – zu einer Großchance. Der Ball rauschte jedoch um Haaresbreite am Phönix-Kasten vorbei. Eine Viertelstunde vor dem Ende wurde Kamptmann 20 Meter vor dem Tor in halblinker Position gefoult – Freistoß für Phönix. Thomas Fischer legte sich die Kugel zurecht und zirkelte sie maßgenau flach außen um die Mauer ins kurze Eck, wo sie vom Innenpfosten ins Tor sprang (2:3, 75.). Phönix wollte es nun nochmal wissen, doch bevor die Aufholjagd richtig Fahrt aufnehmen konnte, ließ man einen Gästeangreifer allzu frei gewähren und dieser bedankte sich mit dem Tor zum 2:4 (77.), was an diesem Tag die Entscheidung bedeutete. Danach hatte Flavio Knapp noch eine kleinere Gelegenheit, sein Schuss wurde jedoch abgeblockt. Anschließend kam Phönix nur noch einmal gefährlich vor das Gästetor, als ein Kamptmann-Pass von links abgefälscht wurde und bei Christofori landete, der mit rechts aus elf Metern jedoch freistehend nur die Unterkante der Latte traf – der Fußballgott hatte sich wohl entschieden, an diesem Tag keinen Treffer der Phönix-7 sehen zu wollen. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim 2:4 für Bönnigheim.
 
Fazit: Über 90 Minuten gesehen gingen die drei Punkte absolut verdient nach Bönnigheim. Das Defensivverhalten der Piayda-Elf war ein Torso – man bettelte 90 Minuten lang erfolgreich um Gegentore. Und vorne ließ man drei bis vier klarste Chancen liegen. Außerdem wollten die Gäste – so ehrlich sollte man an diesem Tag sein – einfach mehr als die Mannen in Gelb-Blau. Schade ist dies insbesondere für den zum Saisonende scheidenden Coach Piayda. Er hatte sich sicherlich einen anderen Ausgang seines letzten Heimspiels als Phönix-Coach erhofft.
 
Das letzte Saisonspiel steht am Sonntag, den 06.06. um 15:00 Uhr beim bereits abgestiegenen VfB Vaihingen an
 
 
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede (78. Blaich), Knöller, Brüstle, Körner â€“ F. Knapp – Walter, Fischer – Murnberger – Roller (46. Kamptmann), Christofori
 
Tore:
0:1 – (19.)
1:1 Walter (27.)
1:2 – (32.)
1:3 – (39.)
2:3 Fischer (75.)
2:4 – (77.)
 
Gelbe Karten:
Brüstle, Knöller

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