Bezirksliga

2011 / 2012

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Erste: TSV Phönix Lomersheim – FV Löchgau II 1:1 (0:1)
Gute Leistung wird nur mit einem Punkt belohnt
 
Coach Piayda gab der Startelf vom Donnerstag die Chance zu zeigen, dass sie es besser kann, als sie das gegen Nussdorf gezeigt hatte. Auf der Bank nahmen Offensivmann Schembri (erstmals nach Verletzung), die defensiven Genttner und Blaich sowie Ersatztorhüter Kern Platz.
 
Löchgau in Führung und keiner weiß warum
Phönix war der Wille nach Wiedergutmachung für den Fauxpas vom Donnerstag von Beginn an anzumerken. Die Mannschaft hatte sofort Zugriff auf den Gegner, nahm die Zweikämpfe an, spielte ansehnlichen Fußball und stand meist auch wieder deutlich sicherer als zuletzt in der Defensive. Doch wie aus dem Nichts gingen die Gäste in Führung. Ein Löchgauer Außenspieler hatte auf der rechten Lomersheimer Abwehrseite kurz zu viel Raum, zog schnell in die Mitte und versuchte sich mit einem sehenswerten Schlenzer in die lange Ecke des Phönix-Tores. Dort sprang der Ball von der Unterkante der Latte direkt vor die Füße eines rot-weißen Angreifers, der aus kurzer Distanz zum frühen 0:1 einschoss (4.). Phönix zeigte sich jedoch keineswegs geschockt, so dass sich weiterhin ein offenes Spiel mit leichten Vorteilen für Gelb-Blau entwickelte. Nach elf Minuten hätte es dennoch beinahe zum zweiten Mal im Phönix-Kasten geklingelt. Nach einem Diagonalball von halblinks rutschte „Terrier“ Riede weg, wodurch ein Löchgauer völlig frei zum Abschluss kam – Wächter war jedoch auf dem Posten und parierte stark (11.). Um es vorweg zu nehmen: Dies sollte die letzte wirklich gefährliche Offensivaktion des Tabellenführers sein, die Sascha Wächter zu überstehen hatte. Mit zunehmender Spieldauer wurden die zuvor schon ansehnlichen Bemühungen der Gelb-Blauen nun auch endlich zwingender. Nach 24 Minuten spielten die beiden Youngsters Daniel Münchinger und Arne Körner auf links mit einem schönen Doppelpass gleich drei Löchgauer aus, Körner zog in den Strafraum und bediente am Elfmeterpunkt mustergültig Sören Christofori, der jedoch freistehend in Rücklage geriet und über das Tor schoss. Kurz darauf ließ Dominik Murnberger uneigennützig für Michael Walter prallen, doch der Schuss des Routiniers wurde kurz vor der Linie geblockt (27.). Und weiter ging es nur in eine Richtung: Nach einem schönen Diagonalball von Brüstle legte Riede den Ball am rechten Flügel per Kopf in den Lauf von Murnberger, der am Strafraumeck einen Verteidiger stehen ließ und dann Roller im Zentrum bediente. Dessen Volleyabnahme aus 13 Metern landete jedoch direkt in der Frontgalerie eines zwei Meter vor dem Tor stehenden Gästeverteidigers, der so ungewollt den sicheren Ausgleich verhinderte, anschließend jedoch kurzzeitig über akutes Schädelbrummen klagte. Bis zum Pausentee blieb Phönix weiter leicht überlegen, es sollten sich jedoch keine klaren Gelegenheiten mehr ergeben, so dass es mit einem unglücklichen und unnötigen 0:1-Rückstand in die Pause ging.
 
Christofori repariert Murnberger-Fehlschuss
Dort hatte man sich nochmal heiß gemacht, schien der Tabellenführer doch alles andere als unschlagbar. Am Spielgeschehen änderte sich wenig: Phönix weiterhin mit Vorteilen, doch in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel blieben die Offensivbemühungen meist in der Löchgauer Viererkette hängen. Nach einer Stunde kam der sehr agile Sören Christofori links im Strafraum an den Ball und setzte sich gegen zwei Löchgauer durch, ehe ihm der dritte Rote das Standbein unter dem Körper wegknüppelte und der Unparteiische folgerichtig auf den Punkt zeigte. Murnberger legte sich die Murmel zurecht, scheiterte mit seinem Strafstoß jedoch am Gästekeeper, der anschließend auch noch den ersten Nachschuss von Walter parieren konnte. Die Situation war jedoch noch nicht bereinigt, gelangte der Ball doch zu Christofori, der aus der Drehung leicht abgefälscht in die linke untere Ecke zum längst überfälligen Ausgleich traf (1:1, 61.). Anschließend kam Löchgau zu seiner besten Torchance im zweiten Durchgang, doch rauschte ein 25-Meter-Freistoß gut und gerne drei Meter am Wächter-Kasten vorbei (72.). Auch danach schien nur Phönix dieses Spiel gewinnen zu wollen: Der alleingelassene Münchinger entschied dich für den Torabschluss, statt am langen Pfosten Sturmführer Roller zu bedienen, verzog seinen Torversuch jedoch leicht, so dass dieser am kurzen Eck vorbeirauschte (78.). Kurz darauf zappelte der Ball dann erneut im Löchgauer Kasten. Der Gästekeeper ließ eine Flanke fallen und Roller staubte aus kurzer Distanz zur vermeintlichen Führung ab, hatte dabei allerdings außer dem Ball auch den Torhüter getroffen, so dass der Schiedsrichter etwas kleinlich aber definitiv vertretbar auf Stürmerfoul entschied (80.). Eine Minute vor Toreschluss war Roller allein auf dem Weg zum 2:1, doch pfiff ihn der Mann in Schwarz unerklärlicherweise wegen einer Abseitsstellung zurück. In der Schlussminute legte Roller ab auf Walter, der freistehend aus 16 Metern zentraler Position jedoch deutlich zu hoch zielte. Die letzte Gelegenheit bot sich dann Abwehrchef Brüstle, der einen Abpraller im Anschluss an einen Christofori-Freistoß volley am Gästegehäuse vorbei jagte. So blieb es letztlich beim 1:1-Unentschieden.
 
Fazit: Nach drei schwächeren Spielen mit dem Tiefpunkt gegen Nussdorf am Donnerstag ein hochverdienter Punktgewinn für Lomersheim gegen den Tabellenführer aus Löchgau. Die Piayda-Elf legte eine klare Leistungssteigerung an den Tag und war gegen verhalten agierende Löchgauer über 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft. Aufgrund der größeren Anzahl an Chancen wäre auch ein Sieg nicht unverdient gewesen.
 
Am kommenden Sonntag, den 16.05. geht es um 15:00 Uhr zum Auswärtsspiel nach Besigheim.
 
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle, Knöller, Münchinger â€“ F. Knapp – Walter, Körner – Murnberger – Roller, Christofori
 
Tore:
0:1 – (4.)
1:1 Christofori (61.)
 
Gelbe Karten:
nicht notiert
 
Besonderes Vorkommnis:
Löchgauer Torhüter hält Foulelfmeter von Murnberger (61.)

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