
2011 / 2012

| Erste: TSV Phönix Lomersheim – TSV Nussdorf 2:3 (2:3) |
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Zu viele Nachlässigkeiten verhindern Sprung auf Platz zwei
Coach Piayda setzte auf die gleiche Startelf wie schon gegen Illingen und Gündelbach, als trotz streckenweise eher mäßigen Leistungen wichtige Siege eingefahren werden konnten. Neben den weiterhin Verletzten – Dribbelkünstler Schembri, Flügelflitzer Fischer und diverse Langzeitverletzte – musste Piayda krankheitsbedingt auch auf Edeljoker Kamptmann verzichten.
Toreschießen leicht gemacht am Wässerle
Eigentlich hatte man sich viel vorgenommen, hätte sich doch mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Nussdorf die Chance geboten, an Sersheim und Gemmrigheim vorbeizuziehen und den zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigenden zweiten Tabellenplatz zu übernehmen. Doch scheinbar wurde der Gegner etwas auf die leichte Schulter genommen. Zwar hatte Phönix gleich zu Beginn einige gute Chancen – die aussichtsreichste vergab Körner in Minute zwei – doch wollte der Ball nicht ins Tor der Gäste. Auf der anderen Seite zappelte der Ball nach teils haarsträubenden Defensivaktionen nach nicht einmal einer Viertelstunde bereits zweimal im Netz des von Wächter gehüteten Phönix-Gehäuses (0:1, 7. und 0:2, 14.). Der Schock saß zunächst tief, doch Phönix kam nach einigen Minuten endlich halbwegs in die Spur und verkürzte in Person von Simon Roller, der einen direkten Freistoß schlitzohrig verwandelte, auf 1:2 (17.). Danach war Phönix spielbestimmend und drängte auf den Ausgleich, jedoch scheiterten erst Sören Christofori und dann Simon Roller am Nussdorfer Keeper, bevor ein Roller-Treffer aufgrund eines Foulspiels (?) keine Anerkennung fand. Das Defensivverhalten der Piayda-Elf blieb jedoch weiterhin fehlerhaft: Die Positionen wurden nicht gehalten, es wurde viel zu spät attackiert und gedoppelt wurde gar nicht. Dazu gesellten sich in regelmäßigen Abständen auch noch schlimme Fehlpässe im Spielaufbau, wodurch die Gäste immer wieder zu schnellen Kontern eingeladen wurden. Zunächst konnte Wächter noch reaktionsstark im Eins-gegen-Eins parieren, nachdem sich Knöller auf einer unsichtbaren Ölspur in die Waagerechte verabschiedet hatte und der Gästestürmer somit auf und davon war (27.). Anschließend war jedoch auch der Phönix-Keeper machtlos, als die Gäste einen schönen Konter – allerdings aus glasklarer Abseitsposition – zum 1:3 abschlossen (30.). Die Heimelf machte daraufhin weiter Druck und wurde fünf Minuten später belohnt: Münchinger schickte auf links Christofori in die Gase, der drei Verteidiger stehen ließ, in die Mitte zog und dort uneigennützig für Murnberger auflegte, der aus 13 Metern eiskalt vollendete und seine Farben wieder heranbrachte (2:3, 35.). Endlich ein gekonnt vorgetragener Spielzug, der wieder Hoffnung auf Besserung aufkeimen ließ. Im Anschluss daran war Lomersheim bis zum Seitenwechsel klar am Drücker, kam jedoch nur noch zu einer Großchance, die Roller mit dem Pausenpfiff jedoch vergab, so dass es mit einem Rückstand in die Kabinen ging.
![]() Quelle [Foto]: http://muehlacker.de/mt/artikel_sport.php?p=2010/5/6/3/ Phönix zu durchschaubar
Nach der Pause verhalf der Trainer Daniele „The Wall“ Morgante nach halbjähriger Auslandsabstinenz zu seinem Comeback in der Innenverteidigung der Ersten; der unglücklich agierende Carl Knöller musste dafür auf die Bank. Die zweite Halbzeit kann mit wenigen Sätzen beschrieben werden: Phönix versuchte Druck aufzubauen, um zumindest den Ausgleich zu erzielen, doch blieb es meistens beim Versuch, da man in den meisten Fällen einfach zu planlos anrannte und es mit der Brechstange versuchte, anstatt die fußballerisch doch recht limitierten Nussdorfer „auseinanderzuspielen“. So verbuchte man im gesamten zweiten Durchgang nur wenige gute Möglichkeiten: Arne Körner jagte ein wahrhaftiges Geschoss um Zentimeter am rechten Torwinkel vorbei, Simon Roller setzte einen Kopfball knapp neben den Kasten und Dominik Murnberger scheiterte in der Schlussminute mit einem Gewaltschuss aus 15 Metern am stark reagierenden Nussdorfer Torhüter. Auf der Gegenseite gab es – bedingt durch die nun hoch stehende Phönix-Elf – reichlich Raum für Nussdorfer Konter, die über den gesamten zweiten Spielabschnitt in fünf Großchancen für die Gäste resultierten. Diese wurden jedoch zweimal ganz stark von Wächter pariert und anschließend dreimal in Folge von Gästeangreifern aus bester Position kläglich vergeben. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim 2:3 aus Lomersheimer Sicht.
Fazit: Eine absolut unnötige aber sicherlich nicht unverdiente Heimniederlage gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste aus Nussdorf, die damit die rote Laterne wieder an Vaihingen abgeben. Phönix verstand es bis auf wenige Phasen der Begegnung nicht, gegen fußballerisch unterlegene Nussdorfer seine spielerische Überlegenheit auszuspielen und machte defensiv einfach zu viele einfache Fehler. Nach einer der schwächsten Leistungen der Rückrunde hat man damit das Erreichen des Relegationsplatzes nicht mehr in der eigenen Hand.
Bereits am kommenden Sonntag, den 09.05. um 15:00 Uhr steht gegen den Tabellenführer FV Löchgau II, der am Sonntag schon Meister werden könnte, das nächste Heimspiel auf dem Programm.
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle (85. Genttner), Knöller (46. D. Morgante), Münchinger – F. Knapp – Walter (70. Blaich), Körner – Murnberger – Roller, Christofori
Tore:
0:1 – (7.)
0:2 – (14.)
1:2 Roller (17.)
1:3 – (31.)
2:3 Murnberger (35.)
Gelbe Karten:
nicht notiert (es waren einige)
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