
2011 / 2012

| Erste: SV Iptingen – TSV Phönix Lomersheim 2:3 (0:1) |
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Hochverdienter Dreier nach zwischenzeitiger Zitterpartie
Coach Piayda nahm nach der unnötigen Niederlage unter der Woche in Bissingen zwei Veränderungen in der Startelf vor. Für den verhinderten Sven Kamptmann rückte Routinier Simon Roller in den Sturm und im Tor löste der wiedergenesene Sascha Wächter seinen Vertreter Pietro Morgante ab. Ansonsten schenkte der Coach seiner ersten Elf aus dem letzten Spiel das Vertrauen. Auf der Bank nahmen Simon Blaich (Abwehr), Daniel Münchinger (Abwehr), Michael Hermann (Tor) und für den Notfall Coach Piayda höchstpersönlich Platz.
Phönix dominiert, lässt aber zu viele Chancen liegen
Phönix übernahm vom Anstoß weg sofort das Kommando und hatte das Spiel bis auf wenige Ausnahmen fest im Griff. Nach einigen Minuten des Abtastens stellten sich dann die ersten Chancen für Gelb-Blau ein. Zunächst wurde ein erster Roller-Versuch in höchster Not geblockt (5.), wenige Minuten später scheiterte Walter denkbar knapp, als er nach maßgenauer Vorlage von rechts durch Riede freistehend vergab (9.). Nach einer guten Viertelstunde sorgte ein Fischer-Freistoß von rechts für einige Konfusion am kurzen Pfosten der Iptinger, der Ball wollte jedoch noch nicht ins Tor (17.). Kurz darauf wurde ein Murnberger-Schuss knapp vor der Linie geblockt – der Torhüter wäre wohl machtlos gewesen (20.). Die nächste Gelegenheit sollte jedoch nicht lange auf sich warten lassen: Abwehrchef Brüstle bediente Linksaußen Fischer mit einem schönen Diagonalball, dessen Hereingabe vom Fünfereck der aufmerksame Iptinger Torhüter jedoch vor dem einschussbereiten Roller klären konnte (26.). Wenige Zeigerumdrehungen später versuchte sich Christofori mit einem akrobatischen Abschluss, konnte den schwer zu nehmenden Ball jedoch nicht am Keeper der Gastgeber vorbeibringen (31.). Mehr oder weniger im Gegenzug ergab sich nach einem unnötigen Ballverlust die einzige gefährliche Konterchance für Iptingen im gesamten ersten Durchgang, doch das Geschoss des grün-weißen Angreifers rauschte am Wächter-Gehäuse vorbei (33.). Danach ging es jedoch wieder in die gewohnte Richtung: Nach einem schönen Querpass von Christofori versprang dem alleingelassenen Roller jedoch der Ball und die Heimelf konnte gerade noch klären (39.). Anschließend fischte der grün-weiße Torsteher einen Walter-Freistoß aus dem Kreuzeck und machte dabei Bekanntschaft mit dem Torpfosten (40.). Phönix drückte nun mehr und mehr. Die nächste Riesenchance bot sich kurze Zeit später Thomas Fischer, als Flavio Knapp ihn auf links steil schickte, er auf und davon ging, dann aber zu eigensinnig am Iptinger Torhüter scheiterte, anstatt den mitgelaufenen Dominik Murnberger zu bedienen (44.). Es zeichnete sich jedoch mehr und mehr ab, dass die Führung langsam aber sicher fällig war – man konnte sie bereits förmlich riechen. Denn immerhin brachte die vergebene Großchance einen Eckball ein. Dieser landete von Fischer getreten am kurzen Pfosten bei Alex Riede, dessen Schuss zunächst geblockt wurde, der sich dann aber den zweiten Ball sicherte. Kurze Körpertäuschung, maßgenaue Flanke mit dem schwachen Fuß auf den kurzen Pfosten, wo sich Sturmtank Roller unnachahmlich hochschraubte und die Murmel in bester Horst Hrubesch Manier per Kopf in den Giebel torpedierte (0:1, 45.). Danach passierte bis zur Pause nichts mehr, so dass es mit einer hochverdienten aber viel zu knappen Halbzeitführung in die Katakomben ging.
Plötzlich 2:2 – und keiner weiß warum
Nach dem Seitenwechsel machte Phönix weiter Druck und drängte auf die Entscheidung. Die erste Chance hierzu vergab Sturmtank Roller, als er – von Christofori bedient – mit einem Schlenzer die lange Ecke haarscharf verfehlte (50.). Fünf Minuten später spielte Flave Knapp passgenau auf Tommy „Arjen“ Fischer, der zwei Iptinger vernaschte und zur Grundlinie zog. Von dort bediente er im Rückraum Dome „Cristiano“ Murnberger, der dem Iptinger Keeper aus zehn Metern keine Abwehrchance ließ und den Ball direkt unter den Querbalken zimmerte (0:2, 55.). Kurz darauf eine fast identische Situation: Fischer setzte sich am linken Flügel erneut gegen mehrere Verteidiger durch, doch wurde seine scharfe Hereingabe noch abgefälscht und schlug dadurch knapp neben dem Pfosten am Außennetz ein (58.). Das Spiel schien jetzt gelaufen, präsentierte sich Iptingen doch im Spiel nach vorne bis dahin zu harmlos und machte im Defensivverbund in regelmäßigen Abständen seine Fehler. Wenig später gab es einen Freistoß für die Gastgeber, der als Flanke von der linken Abwehrseite ausgeführt wurde. Carl Knöller wollte klären, sein Befreiungsschlag traf dabei seinen Gegenspieler aber so unglücklich in der Magengegend, dass der Ball von dort über die Linie zum Anschlusstreffer ins Netz trudelte (1:2, 59.). Die Heimelf rappelte sich nun nochmal auf und witterte ihre Chance. Zunächst hatte jedoch erneut Simon Roller die wohl endgültige Entscheidung auf dem Fuß, doch versprang ihm der Ball allein vor dem Torhüter in einem strategisch günstig positionierten Iptinger Schlagloch, so dass sich der Ballfangzaun erstmals richtig lang machen musste um das Roller’sche Geschoss noch zu erreichen (63.). Auf der Gegenseite pflückte sich Wächter eine Freistoßflanke sicher herunter, ließ den Ball anschließend jedoch zur Überraschung aller fallen wie eine heiße Kartoffel und ein Mann in grün bedankte sich mit dem 2:2-Ausgleich (68.). Phönix war zunächst geschockt, hatte Iptingen sich doch im gesamten zweiten Durchgang keine einzige Torchance erspielt und plötzlich stand es 2:2. Gelb-blau agierte nun etwas fahrig und die Gastgeber witterten nochmal Morgenluft. Trotz aller Bemühungen und der vorübergehenden Konfusion im gelb-blauen Deckungsverbund brachte die Heimelf außer ein paar geblockten Versuchen nur eine wirklich gefährliche Möglichkeit zustande, die jedoch haarscharf am langen Pfosten vorbeistrich. Phönix erholte sich nach einigen Minuten wieder und hatte das Geschehen wieder weitestgehend im Griff. Eine Viertelstunde vor dem Ende fasste sich dann Thomas Fischer nach einem Duell im Mittelfeld an den Oberschenkel – Verdacht auf Muskelfaserriss. Daniel Münchinger kam für ihn. Kurz darauf wühlte sich Arne Körner unnachahmlich gegen drei Mann bis in den Strafraum durch, brachte seinen Abschluss aber nicht im Kasten unter (78.). Direkt im Anschluss schickte Roller seinen Sturmpartner Christofori auf die Reise, der jedoch aus ähnlicher Position wie zuvor Roller ähnlich weit über den Kasten schoss – allerdings hatte der Unparteiische bereits auf Handspiel entschieden (79.). Zwei Minuten später zappelte der Ball dann aber endlich zum dritten Mal in den Maschen des Iptinger Gehäuses, nachdem Roller eine wohltemperierte Flanke per Kopf gegen den Lauf des Torhüters in der langen Ecke versenkte (2:3, 81.). Es schien sich also doch noch der verdiente Auswärtssieg einzustellen…bis „Eisen-Karle“ Knöller seinem Namen alle Ehre machte und einen Iptinger Angreifer im Strafraum von den Beinen holte – Elfmeter für die Heimelf und die Riesenchance zum erneuten Ausgleich. Doch Sascha „Katze“ Wächter schien durch seinen Aussetzer vor dem 2:2 derartig angespornt zu sein, dass er den ordentlich getretenen Strafstoß aus der unteren rechten Ecke fischte (85.). Danach ließ Phönix nichts Nennenswertes mehr zu und brachte den knappen Vorsprung sicher über die letzten fünf Minuten.
Fazit: Ein knapper aber hochverdienter Auswärtsdreier gegen kampfstarke aber spielerisch klar unterlegene Iptinger, der bei besserer Chancenverwertung hätte deutlich klarer ausfallen müssen – speziell wenn man sich auch das Zustandekommen der beiden Gegentore vor Augen führt.
Am kommenden Sonntag, den 25.04., steht um 15:00 Uhr am heimischen Wässerle das Derby gegen den SV Illingen auf dem Programm. Dort wird Piayda allem Anschein nach auf Abwehrchef Brüstle (OP) und Flügelflitzer Fischer (s.o.) verzichten müssen.
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle, Knöller, Körner – F. Knapp – Walter, Fischer (75. Münchinger) – Murnberger – Roller, Christofori
Tore:
0:1 Roller (45.)
0:2 Murnberger (55.)
1:2 – (59.)
2:2 – (68.)
2:3 Roller (81.)
Gelbe Karten:
-
Besonderes Vorkommnis:
Wächter hält Foulelfmeter (85.)
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