
2011 / 2012

| Erste: FSV 08 Bissingen II – TSV Phönix Lomersheim 5:4 (1:0) |
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Phönix mit unnötiger Niederlage in Bissingen
Für das Nachholspiel bei der zweiten Mannschaft der FSV 08 Bissingen musste Coach Piayda seine Startelf auf zwei Positionen umstellen. Für den abiturbedingt verhinderten Münchinger rückte der wiedergenesene Abwehrchef Brüstle in die Innenverteidigung. Arne Körner kehrte nach abgelaufener Rot-Sperre ebenfalls in die Anfangsformation zurück und agierte als linker Außenverteidiger. Als Bankangestellte standen dem Coach mit Simon Blaich (Abwehr) und Daniele Morgante (Abwehr) zwei Rückkehrer nach längeren Auslandsaufenthalten wieder zur Verfügung. Neben ihnen nahmen Simon Roller (Angriff), Maximilian Wöhr (Mittelfeld) und Michael Hermann (Tor) Platz.
Nach gutem Beginn lässt Phönix nach
Phönix fand gut in die Partie und übernahm umgehend das Zepter. Die ersten zehn Spielminuten war man Herr im Ring und hatte durch Christofori, der mit der Hacke verpasste und Murnberger, der nach einer Vierfach-Chance knapp am Tor vorbeizielte gute Einschussmöglichkeiten (6., 10.). Ein Tor wollte jedoch nicht fallen. Nach etwas mehr als zehn Minuten schaltete man plötzlich unerklärlicherweise einen Gang zurück und ließ die Heimelf besser ins Spiel kommen. Die bedankten sich recht herzlich und kauften der Piayda-Elf prompt den Schneid ab. Fortan lief Phönix meist nur hinterher und die Hausherren waren nun das klar bessere Team. Dennoch schien die Defensive dem Druck der Gastgeber standzuhalten, konnte man doch auch gute Chancen immer noch im letzten Moment blocken. Nach einer guten halben Stunde war es dann allerdings aus heiterem Himmel doch passiert: Einen ungefährlichen Eckball der Gastgeber von rechts versuchte Arne Körner zu klären, doch rutschte ihm der Ball über den Fuß und schlug in Morgante’s Gehäuse ein (1:0, 31.). Danach blieb das Spiel bis zur Pause das gleiche und so ging es mit einem 1:0 für Bissingen in die Kabinen.
Drei Fischer-Tore nicht genug
Dort hatte man sich einiges vorgenommen und kam deutlich verbessert aus der Pause. Vom Wiederanpfiff weg setzte man Bissingen früher unter Druck und kam so zurück ins Spiel. Folglich stellten sich auch gleich Torchancen ein. Nach einer kurzen Ecke von Christofori versetzte Fischer seinen Gegenspieler, doch konnte der Torhüter seinen Schlenzer in höchster Not noch über die Latte lenken. Wenige Minuten später setzte wiederum Fischer einen direkten Freistoß an den Querbalken. Doch wollte der Ball einfach noch nicht ins Bissinger Tor. Ganz anders auf der Gegenseite: Nach einem Katastrophen-Fehlpass im Spielaufbau schickte ein Bissinger seinen Stürmer in die Gasse, der Morgante im Phönix-Tor keine Abwehrgelegenheit ließ (2:0, 52.). Phönix war zunächst kurz angezählt, machte dann jedoch weiter Druck. Einige Minuten später spielten sich Thomas Fischer und Flavio Knapp mit einem schönen Doppelpass über links in den Bissinger Strafraum, wo Fischer dem Heimkeeper mit einem trockenen Linksschuss keine Abwehrchance ließ und den Anschlusstreffer erzielte (2:1, 56.). Allerdings schlug im Gegenzug wieder der Schlendrian zu und Bissingen stellte umgehend den alten Abstand wieder her (3:1, 57.). Danach wurde der Defensivverbund noch mehr geöffnet und prompt fing man sich den nächsten Konter ein (4:1, 63.). Direkt im Anschluss verhinderte „Killer“ Morgante mit einem Spitzen-Reflex gar das 5:1 und damit wohl eine echte Packung. Kurz darauf tankte sich Christofori in den Bissinger Strafraum durch und wurde dort gefällt. Fischer nahm sich die Kugel, verlud den Torhüter und verkürzte auf 4:2 (68.). Danach fiel zur Abwechslung mal zehn Minuten kein Tor, Dominik Murnberger scheiterte mit seinem Linksschuss an einem Verteidiger, der für seinen geschlagenen Torhüter retten konnte. Kurz darauf vergab der eingewechselte Simon Roller einen sehenswerten Kopfball, der knapp die lange Ecke verfehlte. Zwölf Minuten vor dem Ende schickte wiederum Roller den durchgestarteten Tommy Fischer auf die Reise, der seinem Gegenspieler enteilte und den Ball am herausstürzenden Torhüter vorbei ins Tor spitzelte (4:3, 78.). Es schien als sollte Fischer’s dritter Streich noch einmal für Spannung sorgen, doch ließ man zwei Zeigerumdrehungen später erneut einen Bissinger Angreifer allzu frei gewähren und dieser bedankte sich mit dem Treffer zum 5:3 (80.). Direkt darauf vergab Bissingen nach einem weiteren Konter die endgültige Entscheidung als ein Angreifer freistehend über das Tor zielte. Danach versuchte Phönix weiter alles, jedoch wurde ein zweiter Strafstoß nach einem Foul an Murnberger vom Unparteiischen leider verwehrt. So kam man in Minute 87 nur noch zum 5:4-Anschlusstreffer. Fanta Walter verwandelte einen Freistoß aus spitzem Winkel mit viel Gefühl direkt, wobei der Torhüter jedoch keine gute Figur machte. Die weiteren Angriffsbemühungen verpufften jedoch in der Folge ergebnislos, so dass es beim 5:4 für Bissingen blieb.
Fazit: Nach einer schwachen ersten Hälfte zeigte die Elf im zweiten Durchgang ein anderes Gesicht, baute endlich den nötigen Druck auf und sorgte für Torgefahr. Beide Mannschaften rannten in Durchgang zwei meist blind nach vorne und spielten praktisch ohne Abwehr, so dass teils haarsträubende Aussetzer im Defensivverbund und die damit verbundenen Kontergegentore einen Punktgewinn verhinderten. Durch dieses Ergebnis müssen die letzten Aufstiegshoffnungen allem Anschein nach begraben werden.
Am kommenden Sonntag, den 18.04., steht auf der Platte beim SV Iptingen die nächste Auswärtspartie auf dem Programm.
Für Phönix spielten:
P. Morgante – Riede, Brüstle (81. Blaich), Knöller, Körner – F. Knapp – Walter, Fischer – Murnberger – Kamptmann (60. Roller), Christofori
Tore:
1:0 – (31.)
2:0 – (52.)
2:1 Fischer (56.)
3:1 – (57.)
4:1 – (63.)
4:2 Fischer (FE, 68.)
4:3 Fischer (78.)
5:3 – (80.)
5:4 Walter (87.)
Gelbe Karten:
Fischer, F. Knapp, Körner, Murnberger
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