
2011 / 2012

| Erste: TSV Phönix Lomersheim – Spvgg. Bissingen 3:0 (2:0) |
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Hochverdienter Dreier gegen den Tabellenvierten
Nach dem höchst misslungenen Punktspielauftakt ins Jahr 2010 vor Wochenfrist in Sersheim schenkte Coach Piayda den Verlierern von der Metter erneut das Vertrauen und gab ihnen die Chance, die Scharte auszuwetzen. Lediglich Münchinger kam für den angeschlagenen und urlaubenden Abwehrchef Brüstle in die Startelf. Körner rückte ins Zentrum und Münchinger verteidigte hinten links. Als Bankangestellte standen dem Coach Kamptmann (Angriff), Schembri (Offensiv-Allrounder) sowie Benny und Genttner (beide Abwehr) zur Verfügung.
Murnberger erlöst Lomersheim
Die Mannen in Blau-Gold starteten druckvoll in die Partie. Vom Anpfiff weg war der Elf das Bestreben anzumerken, die schwache Leistung von Sersheim vergessen zu machen. Die Gäste aus Bissingen wurden früh attackiert und bei Ballgewinn wurde schnell umgeschaltet. So dauerte es nur wenige Minuten bis die erste Großchance herausgespielt wurde. Nach drei Minuten flankte Münchinger von links halbhoch auf den kurzen Pfosten, wo sich Sören Christofori gegen seinen Gegenspieler durchsetzte. Doch der Gästekeeper konnte seine Volleyabnahme noch über die Querlatte lenken. Wenige Minuten später wurde Dome Murnberger auf die Reise geschickt. Jedoch versuchte er den mitgelaufenen Roller zu bedienen anstatt selbst den Abschluss zu suchen (6.). Auf der Gegenseite hatte Wächter im Phönix-Gehäuse die erste gefährliche Situation im ersten Durchgang zu überstehen, als nach einem Gäste-Eckball die Zuordnung im Zentrum nicht stimmte und ein Bissinger Akteur aus 6 Metern völlig frei zum Kopfball kam, diesen jedoch – Gott sei Dank – über den Kasten setzte. Phönix schüttelte sich kurz und übernahm dann wieder die Spielkontrolle. Bis zum Seitenwechsel erspielte man sich eine Vielzahl guter, teilweise 100%iger Gelegenheiten – phasenweise im 5-Minuten-Takt. Jedoch wurden zunächst sämtliche Großchancen vergeben. Zuerst wurde der durchgebrochene Roller in letzter Sekunde beim Torschuss geblockt, nachdem Christofori durchgesteckt hatte. Anschließend vergab der alleingelassene Murnberger einen Drehschuss in Folge einer unzureichend geklärten Walter-Flanke. Auf der anderen Seite fischte Wächter den Ball nach einer Freistoßflanke aus der langen Ecke. Anschließend stand wieder die Phönix-Offensive im Mittelpunkt, wo man sich mehr und mehr die rechte Bissinger Abwehrseite als Schwachstelle ausgeguckt hatte und wo Münchinger und Fischer im Wechsel und mit Unterstützung des beweglichen Christofori für Gefahr sorgen. Mit zunehmender Spieldauer dominierte die Piayda-Elf die Partie mehr und mehr. Durch das frühe Stören kam man meist frühzeitig in Ballbesitz und wenn doch einmal etwas durchkam konnte entweder Flave Knapp klären oder die Angriffsbemühungen der Gäste wurden von der sicher stehenden Viererkette zunichte gemacht. Nach einer knappen halben Stunde bediente Fischer mit einer scharfen Hereingabe Simon Roller, dessen Kopfball haarscharf über die Latte strich. Wenig später war es dann aber endlich soweit: Nach einer Fischer-Ecke von links schraubte sich Murnberger am höchsten und torpedierte die Murmel per Kopf ins Kreuzeck (33.). Der Führungstreffer schien die Heimelf weiter zu beflügeln und so rollten bis zur Pause noch einige Angriffe auf das Tor der Gäste zu. Christofori blockte einen Klärungsversuch der Gästeabwehr und der Ball sprang zum freistehenden Roller, der jedoch im Eins-gegen-Eins mit dem Torwart ein kolossales Luftloch fabrizierte. Kurz vor der Pause schlug der Phönix dann zum zweiten Mal zu. Fischer setzte an der Torauslinie nach und erzwang so einen Einwurf, der bei Christofori landete. Der flankte ins Zentrum, wo Alex Riede technisch ansprechend passieren ließ und Michael Walter am langen Pfosten gekonnt zum 2:0 einschießen konnte (41.). Phönix verwaltete den Vorsprung bis zum Pausenpfiff, sodass es bei diesem Resultat blieb.
Roller macht den Deckel drauf
Auch nach dem Seitenwechsel hatte die Phönix-Elf noch nicht genug. Keine zwei Minuten waren gespielt, als der starke Münchinger von links auf Roller flankte. Dessen Versuch wurde noch abgeblockt, doch landete der Ball bei Thomas Fischer, der im Strafraum seinen Gegenspieler stehen ließ und aus spitzem Winkel aufs Tor schoss. Sein Schuss konnte vom Torwart nur abgefälscht werden, sodass Roller im Zentrum aus kurzer Distanz nur noch einzuschießen brauchte (47.). Danach verteidigte man zunächst den deutlichen Vorsprung und verlegte sich aufs Konterspiel. Da die Gäste an diesem Tag jedoch kaum Gefahr verbreiteten, blieb Lomersheim mit Kontern jedoch stets gefährlicher als die nun etwas aktiveren Gäste, die bei ihren Angriffen meist nur an der Abseitsstatistik feilten. Die nächste Torchance gehörte wieder Simon Roller, als er nach Walter-Ecke von rechts knapp über das Gehäuse köpfte. Im Anschluss daran tat die Piayda-Elf nur noch das Nötigste und ließ die Gäste kommen. Bei einem weiteren Konter setzte sich Roller gegen den aus seinem Tor geeilten Torhüter durch, sein Schuss wurde jedoch von einem Verteidiger noch vor dem Tor geblockt. Einige Minuten später wurde Fischer auf die Reise geschickt, der seinem Gegenspieler enteilte und den Ball über den herausstürzenden Gästekeeper hob. Doch erneut wurde der Ball auf dem Weg zum Tor von einem Verteidiger gestoppt. Bei seinem Versuch nachzusetzen kam Fischer einen Schritt zu spät worauf der Bissinger Verteidiger zu Fall kam. Der Unparteiische schickte den Linksaußen der Gelb-Blauen daraufhin für sein zweites Foul im gesamten Spiel mit der Ampelkarte zum Duschen (67.). Danach wollten es die Gäste nochmal wissen, doch die Phönix-Reihen standen an diesem Tag zu sicher. So wurde es nur noch einmal richtig brenzlig, als eine Bissinger Flanke zu kurz abgewehrt wurde und ein Gästestürmer am langen Pfosten frei zum Schuss kam. Doch Wächter reagierte prächtig und wickelte den Ball mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten. Auf der Gegenseite kam Phönix noch zu zwei guten Gelegenheiten nach schnellen Kontern. Zunächst setzte der eingewechselte Kamptmann frei vor dem Torhüter einen Schlenzer knapp neben das Tor, dann zischte ein Geschoss des mit aufgerückten Lucio Körner haarscharf am langen Pfosten vorbei, sodass es beim 3:0-Heimsieg blieb.
Fazit: Durch eine starke und vor allem geschlossene Mannschaftsleistung stand am Ende ein hochverdienter Heimerfolg und das dritte „Zu-Null“ der laufenden Saison. Phönix stellte über 90 Minuten das aktivere, aggressivere und spielerisch bessere Team und hatte ein deutliches Chancenplus. Bei besserer Chancenauswertung wäre leicht ein noch klareres Ergebnis möglich gewesen. Hervorzuheben ist auch die überzeugende Leistung in der Defensive, die den Ausfall von Abwehrchef Brüstle gut kompensieren konnte.
Am kommenden Mittwoch, den 31.03.2010 steht um 18:00 Uhr das Nachholspiel bei den von Ex-Capitano Scheible trainierten Wiernsheimern auf dem Programm. Am Donnerstag steigt nach dem Training das nächste Kabinenfest.
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Knöller, Körner, Münchinger – F. Knapp – Walter, Fischer – Murnberger (81. Schembri) – Roller (61. Kamptmann), Christofori (75. Genttner)
Tore:
1:0 Murnberger (33.)
2:0 Walter (41.)
3:0 Roller (47.)
Gelbe Karten:
Christofori, Münchinger
Gelb-rote Karte:
Fischer (67.)
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