
2011 / 2012

| Erste: TSV Phönix Lomersheim – VfB Vaihingen 2:2 (0:2) |
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Phönix rettet Punkt im Endspurt
Nach der starken Leistung vor zwei Wochen gegen Besigheim veränderte Phönix-Coach Piayda seine Startelf auf einer Position: Sven Kamptmann stand anstelle von Sören Christofori in der Startformation und bildete gemeinsam mit Eros Schembri das Sturmduo. Auf der Bank nahmen neben Christofori (Angriff) zunächst Roller (Angriff), Knöller (Abwehr), Hermann (Tor) und für den Notfall Piayda höchstpersönlich Platz.
Phönix viel zu nachlässig
Man wollte endlich zeigen, dass man auch gegen die vermeintlich schwächeren Teams der Liga überzeugen kann und nicht nur gegen die Spitzenteams zu glänzen weiß. Dementsprechend viel hatte man sich vorgenommen und startete forsch ins Spiel. Man fand gut in die Partie und attackierte früh. Erste Chancen konnten jedoch nicht genutzt werden: Zunächst blieb man nach einem Gewühl im Gästestrafraum gleich dreimal an Abwehrbeinen bzw. dem Torhüter hängen, dann gab Fischer seinem Gegenspieler das Nachsehen, jagte den Ball jedoch knapp am Pfosten vorbei ans Außennetz. Nach etwa zehn Minuten plötzlich und völlig unerklärlich ein Bruch im Lomersheimer Spiel. Man attackierte nicht mehr so früh, verschob meist viel zu spät und agierte in den Zweikämpfen zumeist viel zu zögerlich. So wurde es dem Schlusslicht leicht gemacht, selbst ins Spiel zu finden. Die Vaihinger ihrerseits nahmen die Einladung dankend an, kämpften sich ins Spiel und konnten die Partie offen gestalten. In dieser Phase jedoch plötzlich doch die große Chance für Phönix zur Führung, doch Scampi Kamptmann nagelte die Kugel nach scharfer Walter-Hereingabe von rechts an die Querlatte. Wenige Minuten später kam der Gästestürmer im Laufduell mit Arne Körner zu Fall – Freistoß kurz vor dem Strafraum. Der zwar recht hart aber gänzlich unplaziert getretene Freistoß flog in Richtung Wächter-Tor und sah nach sicherer Beute für unseren Tor-Wächter aus. Allerdings traf die Murmel Flavio Knapp so unglücklich, dass sie anschließend abgefälscht über dem machtlosen Wächter einschlug (0:1, 21.). Phönix schüttelte sich kurz und kam dann direkt nach Wiederanpfiff durch Kamptmann zu einer Riesenchance, doch setzte der sonst so eiskalte „Schwatte“ seinen Kopfball aus fünf Metern freistehend neben das Gästetor, nachdem ihn Schembri sehenswert bedient hatte. Danach präsentierte sich Phönix bis zur Pause völlig von der Rolle, so dass die Gäste es nicht allzu schwer hatten, die Führung zu verteidigen. Man agierte viel zu planlos, es fehlte jegliche spielerische Linie und auch im Defensivverbund präsentierte man sich alles andere als sattelfest. Piayda korrigierte seine Formation schon früh, schickte den sprintstärkeren Riede auf links und Genttner dafür nach rechts, um so dem schnellen Rechtsaußen der Gäste beizukommen. Nach etwa einer halben Stunde musste dann auch noch Abwehrchef Brüstle aufgrund einer Zerrung vom Feld, was den Abwehrverbund auch nicht gerade stabilisieren sollte. Folglich agierte man mit einer Dreierkette (Genttner, Körner, Riede) und davor mit einem 5er-Mittelfeld. Doch auch diese Umstellung tat der kollektiven Konfusion keinen Abbruch. Die Krönung dann in Minute 36, als man den starken Spielmacher der Gäste auf dem rechten Phönix-Flügel unbehelligt losmarschieren ließ. Mit Flavio Knapp erbarmte sich im Zentrum dann doch noch jemand in Gelb-Blau einzugreifen, attackierte jedoch auch nur zögerlich. Als dann der einrückende Fischer auch nur halbherzig eingriff, wurde der VfB’ler quasi zum Torschuss „gezwungen“. Dass sein Geschoss aus 22 Metern abermals unhaltbar abgefälscht wurde und so zentimetergenau neben dem Pfosten einschlug, passte dabei bestens ins Bild (0:2, 36.). Da stand man nun wie schon so oft in dieser Saison gegen Teams aus dem Tabellenkeller und rannte – noch dazu selbstverschuldet – mal wieder einem Rückstand hinterher. Nach 42 Minuten wurde Schembri auf die Reise geschickt und ging allein auf den Torhüter zu, bis ihn der Unparteiische aus unerfindlichen Gründen bzw. aufgrund einer „aktiv-passiven“ Abseitsstellung des 20 Meter entfernt stehenden Kamptmann zurückpfiff. Da man ansonsten bis zur Pause nichts Zwingendes mehr zustande brachte, ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine, wo nachvollziehbarerweise eine höchst euphorische Stimmung herrschte.
Gästekeeper und gute Moral retten einen Punkt
Phönix präsentierte sich auch nach der Pause auf spielerisch höchst mäßigem Niveau. Allerdings wurden jetzt zumindest wieder die Zweikämpfe energisch angenommen. Jedoch brachte man bis zur 87. Minute nur zweieinhalb wirkliche Torchancen zustande: Zunächst schlenzte „Fanta“ Walter einen direkten Freistoß von rechts flach um die Mauer, doch konnte der Gästekeeper den Ball gerade noch aus der kurzen Ecke fischen. Direkt im Anschluss traf Scampi Kamptmann aus spitzem Winkel zum zweiten Mal die Latte. Nur fünf Minuten später setzte ein Gästeverteidiger einen Fischer-Freistoß per Kopf knapp neben den eigenen Kasten. Da Vaihingen seinerseits auch nur zu ein, zwei Halbchancen nach Kontern kam, entwickelte sich eine wenig spektakuläre zweite Hälfte. Bis in Minute 87 ein verunglückter Abwurf des Gästetorhüters bei Christofori landete, der mit einem sehenswerten Heber aus 20 Metern zum 1:2 erfolgreich war und so seine Torflaute beendete. Phönix kam so kurz vor Schluss doch noch einmal zurück ins Spiel und warf jetzt alles nach vorne. Eine Minute nach dem Anschlusstreffer steckte Geburtstagskind Dome Murnberger mit viel Übersicht auf den eingewechselten Sturmtank Simon Roller durch. Dieser wand sich geschickt um seinen Gegenspieler herum und verlud anschließend auch noch den Torhüter, so dass dieser sich nur noch mit einem griechisch-römischen Klammergriff zu helfen wusste und der Schiedsrichter folgerichtig auf den Punkt zeigte. Roller legte sich den Ball zurecht und verlud den Gästekeeper eiskalt – 2:2-Ausgleich und persönliche Torpremiere nach langer Leidenszeit (89.). Danach gab es noch einige von beiden Seiten hart geführte Zweikämpfe zu „bestaunen“ aber fußballerisch tat sich nichts mehr, so dass es letztlich beim 2:2-Unentschieden blieb.
Fazit: Ein aufgrund der späten Treffer etwas glücklicher Punktgewinn gegen das Tabellenschlusslicht aus Vaihingen, der jedoch aufgrund der zwar wenigen aber doch klaren Chancen sicherlich in Ordnung geht. Nach der phasenweise herausragenden Leistung gegen Besigheim zeigte die Piayda-Elf erneut Schwächen gegen eine spielerisch eher schwächere Mannschaft und präsentierte sich im Spiel nach vorn über weite Strecken zu einfallslos und operierte zu viel mit langen Bällen.
Am kommenden Sonntag, den 06.12.2009 steht mit dem Rückrundenstart gegen Roßwag das letzte Heimspiel des Jahres an. Anpfiff am Wässerle ist bereits um 14:00 Uhr.
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle (31. Christofori), Körner, Genttner (90. Knöller) – F. Knapp – Walter, Fischer – Murnberger – Kamptmann, Schembri (85. Roller)
Tore:
0:1 – (21.)
0:2 – (36.)
1:2 Christofori (87.)
2:2 Roller (89.)
Gelbe Karten:
Christofori, Fischer, Genttner, Riede, Körner, Walter
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