
2011 / 2012

| Erste: TSV Phönix Lomersheim – Spvgg. Besigheim 2:1 (1:0) |
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Phönix setzt Erfolgsserie fort
Da weder die Leistung in Löchgau noch die Personalsituation Anlass zu Veränderungen gaben, schickte Phönix-Coach Piayda erneut die Startelf aus der Vorwoche ins Rennen. Auch bei den Bankangestellten gab es nichts Neues: Als Alternativen standen Kamptmann (Angriff), Roller (Angriff) und Armin Völlnagel (Abwehr) zur Verfügung.
Phönix überrennt Gäste in Durchgang eins
Nachdem am Wässerle zunächst für eine Minute Ruhe einkehrte, in der beide Teams dem unter der Woche verstorbenen Nationalkeeper Robert Enke gedachten, startete Phönix gleich druckvoll in die Partie. Lomersheim kam vom Anpfiff weg sehr gut ins Spiel und setzte die Gästeabwehr gleich mächtig unter Dampf. Nach 30 Sekunden steckte Sören Christofori schön auf Thomas Fischer durch, der auf halb-links der Abwehr enteilte und den Gästetorhüter umkurvte, aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz traf. Nach sieben Minuten landete eine abgefälschte Hereingabe aus dem Halbfeld bei Christofori, der jedoch aus zehn Metern am Torhüter scheiterte. Phönix blieb weiter am Drücker, setzte die Gäste mit frühem Pressing unter Druck und ließ diese so kaum aus der eigenen Hälfte. Der Angriff ging die wichtigen Wege und unterband eine geordnete Spieleröffnung der Besigheimer, das Mittelfeld verschob extrem früh und machte so die Räume eng und wenn doch mal etwas an Flavio Knapp vorbeikommen sollte, griff die Viererkette mit Riede, Brüstle, Körner und Genttner rigoros ein. Die nächste Chance bot sich Walter nach einer Viertelstunde, als er eine Fischer-Ecke knapp über die Querlatte köpfte. Kurz darauf bediente Eros Schembri seinen Sturmpartner Sören Christofori, der mit seinem Volleyschuss jedoch abermals am starken Gästekeeper scheiterte. Wenige Minuten später spielte „Diego“ Christofori erneut einen schönen Pass in die Schnittstelle der Viererkette auf Fischer, dessen Schuss in die kurze Ecke der Gästetorhüter jedoch wiederum um den Pfosten ans Außennetz lenken konnte. Langsam aber sicher sollte doch endlich der Treffer fallen – Phönix total überlegen aber das Runde wollte noch nicht ins Eckige. Nach zwanzig Minuten vernaschte Tommy „Arjen“ Fischer zum wiederholten Male seinen Gegenspieler und gab scharf nach innen, wo jedoch zwei Mann verpassten (21.). Kurz darauf bediente Fanta Walter mit einem schönen Seitenwechsel erneut Fischer, der sich die Murmel per Kopf vorlegte, dem diese dann jedoch in aussichtsreicher Position auf dem unterirdischen Kartoffelacker am Wässerle versprang, so dass er ein sehenswertes Luftloch in die Lomersheimer Herbstluft fabrizierte. Zwei Minuten später schickte Fischer seinen Gegenspieler erneut ins Nirvana und bediente Eros „Wee Man“ Schembri, der jedoch im Abschluss zu lange zögerte und daher in der Gästeabwehr hängen blieb. Der Abpraller landete bei Routinier Walter dessen Versuch jedoch ebenfalls vor der Torlinie gestoppt werden konnte. Kurz darauf bekam Fischer einen neuen Gegenspieler, da er den alten bereits nach knapp einer halben Stunde „verschlissen“ hatte – dieser durfte mit Verdacht auf Schleudertrauma zum Duschen. Doch auch diese Umstellung der Gäste sollte den Sturmlauf in Gelb-Blau nicht stoppen. Nach einem langen Ball von Walter enteilte Sören Christofori seinem Gegenspieler, konnte den Ball jedoch nicht im Gehäuse unterbringen. Kurz darauf sollte der Bann dann aber doch gebrochen sein: Einen von Flankengott Walter aus dem Halbfeld getretenen Freistoß, wuchtete Kopfballungeheuer und 1,65-Recke Eros „Rizzitelli“ Schembri aus fünf Metern freistehend per Kopf in die linke Torecke (1:0, 36.). Kurz darauf sorgte eine weitere Standardsituation für Gefahr vor dem Gästetor, als sich ein Besigheimer Verteidiger und sein Torsteher nach einem Fischer-Freistoß nicht einig waren und Schembri beinah erneut eingeschoben hätte. Kurz vor dem Pausenpfiff versetzte Thomas Fischer den Besigheimer Abwehrchef mit einem feinen Dreifach-Übersteiger, scheiterte dann aber aus spitzem Winkel am Pfosten (43.). Umso bitterer war dies, da er die im Rücken der Abwehr lauernden Christofori und Murnberger übersehen hatte und ein 2:0 wohl die Entscheidung bedeutet hätte. Besigheim war über die gesamten ersten 45 Minuten ausschließlich nach Standards halbwegs gefährlich, so dass es mit einem hochverdienten aber viel zu knappen 1:0 für Gelb-Blau in die Pause ging.
Kamptmann erhöht mit erstem Ballkontakt auf 2:0
Nach der Pause wollte man einerseits versuchen, endlich das zweite Tor zu erzielen und dadurch die Entscheidung herbeizuführen. Andererseits war man sich dessen bewusst, dass man das teilweise halsbrecherische Tempo der ersten 45 Minuten nicht würde bis zum Schlusspfiff durchhalten können. Man musste sich also auch verstärkt auf die Defensive konzentrieren. Erwartungsgemäß kam Besigheim deutlich forscher aus der Kabine und konnte die Begegnung nun offen gestalten. Nach 52 Minuten kamen die Gäste denn auch zu ihrer ersten echten Torchance als ein Offensivakteur im Laufduell Benjamin Genttner enteilte, aus spitzem Winkel jedoch die lange Ecke knapp verfehlte. Phönix zeigte eine gute Reaktion auf diesen Hallo-Wach-Effekt und wurde nun selbst wieder aktiver. Zunächst scheiterte Christofori, als ihm aus halblinker Position der Ball auf dem holprigen Geläuf versprang und das Spielgerät daher am Ballfangzaun einschlug. Kurz darauf zeigte Tommy Fischer nach einem knackigen Antritt dem Gäste-Kapitän die Hacken und passte von der linken Grundlinie zurück in den Rücken der Abwehr, wo ein Verteidiger gerade noch die Fußspitze vor dem einschussbereiten Christofori an den Ball brachte. Danach verflachte die Partie einige Minuten etwas, bis in der 69. Minute Sven Kamptmann für den angeschlagenen Dominik Murnberger ins Spiel kam. Noch keine 30 Sekunden auf dem Platz, versenkte „Der Schwatte“ Kamptmann eine gefühlvolle Walter-Flanke an der langen Ecke mit einem technisch anspruchsvollen Kopfball zum langersehnten 2:0 (70.). Zwei Minuten später bot sich die nächste Torchance für die Piayda-Elf, als „Arjen“ Fischer auf links gleich zwei Besigheimer mit Beinschüssen narrte, in den Strafraum eindrang und im Zentrum Walter bedienen wollte – doch auch hier schnellte abermals ein Abwehrbein dazwischen und klärte zum Eckball. Im Anschluss an diese Aktion verstärkte Besigheim nochmals seine Offensivbemühungen und hatte nun mehr Ballbesitz. Nach 80 Minuten konnte der Gästestürmer eine der ganz wenigen Nachlässigkeiten im Defensivverhalten der Wässerle-Kicker nutzen und zum 2:1 verkürzen. Besigheim spielte jetzt alles oder nichts und brachte in Person seines Spielertrainers eine weitere „Latte“ ins Sturmzentrum an die Seite des baumlangen Müller. Klare Absicht: hoch und weit mit der Brechstange. Dennoch konnte sich der Gast abgesehen von einem Müller-Kopfball im Anschluss an eine Ecke keine klare Gelegenheit mehr herausspielen. Die Phönix-Defensive mit Brüstle und Körner im Zentrum konnte meist im entscheidenden Moment klären. Auf der Gegenseite ergab sich nach 83 Minuten noch eine Konterchance für Christofori, dem sich der Besigheimer Schlussmann jedoch erneut erfolgreich entgegenwarf. In der Schlussminute setzte noch der eingewechselte Sturmbulle Simon Roller einen artistischen Flugkopfball nach Fischer-Ecke knapp über das Gästegehäuse. So blieb es am Ende beim 2:1-Heimerfolg.
Fazit: Über 90 Minuten gesehen und speziell aufgrund einer sehr überzeugenden ersten Halbzeit ein verdienter Heimsieg gegen zu spät aufwachende Gäste aus Besigheim. Phönix zeigte in Durchgang eins die fußballerisch vielleicht beste Saisonleistung und dominierte die Gäste nahezu nach Belieben. Mit einer etwas besseren Chancenverwertung und teilweise etwas mehr Glück im Abschluss hätte man bereits zur Pause ohne weiteres mit drei oder vier Toren Differenz führen und das Spiel so schon früh entscheiden können. Nach der Pause konnte das immense Tempo nicht aufrecht erhalten werden und Besigheim kam in der Folge besser ins Spiel. Nach dem Anschlusstreffer drängte der Gast zwar noch einmal auf den Ausgleich, doch der gelb-blaue Defensivverbund hielt der Schlussoffensive stand, so dass die drei Punkte verdientermaßen am Wässerle blieben. Nächsten Sonntag ist die Erste spielfrei, die nächste Begegnung steht am 29.11. wiederum zuhause gegen den Bezirksliga-Absteiger aus Vaihingen an.
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle, Körner, Genttner (75. A. Völlnagel) – F. Knapp – Walter, Fischer – Murnberger (69. Kamptmann) – Christofori (86. Roller), Schembri
Tore:
1:0 Schembri (36.)
2:0 Kamptmann (70.)
2:1 – (80.)
Gelbe Karten:
Fischer, F. Knapp
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