
2011 / 2012

| Erste: TSV Phönix Lomersheim – SV Iptingen 0:2 (0:1) |
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Unerwartete Heimpleite gegen den Aufsteiger
Coach Piayda baute seine Elf im Vergleich zum Pokalspiel in Wiernsheim auf drei Positionen um: Flavio Knapp kehrte nach ausgestandenen Rückenproblemen in die Defensivzentrale zurück und Arne Körner rutschte wie gewohnt nach hinten in die Innenverteidigung. Für den erkrankten Benjamin Genttner rückte Alexander Riede auf die linke Verteidigerposition und Stephan Liegmann kam dafür auf der rechten defensiven Außenbahn zu seinem Startelfdebut in dieser Saison. Außerdem kehrte Stammtorhüter Sascha Wächter anstelle von Pietro Morgante ins Tor zurück.
Phönix verschläft erste Hälfte
Nachdem man zuletzt rundum zu überzeugen wusste, wollte man den positiven Trend fortsetzen und dadurch direkten Kontakt zur Spitze herstellen. Vor dem Anpfiff schwor man sich darauf ein, den erwarteten Kampf von Seiten der Iptinger anzunehmen und über diesen ins Spiel finden zu wollen. Doch nach verteilten ersten Spielminuten war festzustellen, dass die Gäste zunehmend die wichtigen Zweikämpfe gewinnen konnten und Phönix meist zu weit weg war von Ball und Gegner und damit in den meisten Situationen zu spät kam. Nach etwa einer halben Stunde erspielte sich Iptingen die erste Torchance des Spiels, als sich Gästemotor Cebeci gegen Liegmann durchsetzte und scharf nach innen gab, wo Schreder in stark abseitsverdächtiger Position haarscharf verpasste. Phönix agierte weiterhin zu verhalten und im Spiel nach vorne zu ungenau, so dass man nur durch Standards in den Gästestrafraum kam, ohne jedoch wirklich für Gefahr zu sorgen. Nach 38 Minuten geriet eine unglücklich abgefälschte Flanke der Gäste zur Bogenlampe, die Rapp über den herausstürzenden Wächter hinweg zum zwar etwas überraschenden aber nicht unverdienten 0:1 des Aufsteigers nutzen konnte. Iptingen stellte mit dem Führungstreffer seine Offensivbemühungen ein, zog sich in die eigene Hälfte zurück und verlegte sich auf einige wenige Konter. Phönix kam vor der Pause noch zu zwei Halbchancen: Zunächst setzte sich Tommy Fischer nach Zusammenspiel mit Eros Schembri auf links gegen zwei Mann durch, brachte seine Hereingabe aber nicht genau genug nach innen, dann scheiterte Stephan Liegmann mit einem Flachschuss aus 20 Metern. So ging es mit 0:1 in die Pause – das hatte man sich gehörig anders vorgestellt.
Phönix rennt an - findet aber die Lücke im grün-weißen Abwehrriegel nicht
In der Kabine hatte man sich viel vorgenommen. Man wollte die Partie unbedingt noch umbiegen, um den Anschluss zur Spitze nicht abreißen zu lassen. Iptingen zog sich von Beginn an weit zurück und bildete 20 Meter vor dem Tor einen vielbeinigen Abwehrriegel. Phönix rannte nun zwar unaufhörlich an, die Angriffe ließen aber weiterhin Struktur und Genauigkeit vermissen, so dass man es der Gästeabwehr relativ einfach machte. Mit der Hereinnahme von Dominik Murnberger (51.) kam etwas mehr Linie in die Bemühungen der Gelb-Blauen, allerdings wurde man – bis auf wenige Ausnahmen – auch weiterhin nur durch und nach Standards wirklich gefährlich. So scheiterte Michael Walter nach 75 Minuten nur haarscharf am starken Gästekeeper Ulm, der den exzellent getretenen Freistoß trotz verstellter Sicht sehenswert um den Pfosten lenken konnte. Fünf Minuten später musste Ulm nicht eingreifen, als Thomas Fischer einen Freistoß knapp über das rechte Kreuzeck zirkelte. So kam es, wie es kommen musste und Iptingen nutzte eine Minute vor Toreschluss eine seiner beiden Kontergelegenheiten im zweiten Abschnitt in Person seines besten Feldspielers zur 0:2-Entscheidung. Die Phönix-Abseitsfalle schnappte nicht zu, so dass Cebeci allein auf Phönix-Keeper Wächter zulaufen konnte und diesem im Eins-gegen-Eins das Nachsehen ließ.
Fazit: Eine völlig unnötige aber nicht unverdiente Heimpleite für Phönix gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Aufsteiger aus Iptingen. Gelb-Blau rannte zu planlos an gegen Gäste, die sich zwar nur 38 Minuten aktiv am Spiel beteiligten, aber mit einer massierten und tief stehenden Abwehr und einem gut aufgelegten Torhüter kaum zwingende Torchancen zuließen und ihre wenigen Torchancen – im Gegensatz zu Phönix – eiskalt nutzten. Die Piayda-Elf hat sich die Niederlage größtenteils selbst zuzuschreiben, da man erst zu verhalten agierte, dann den Hebel nicht mehr umlegen konnte und nie zu seiner spielerischen Linie fand. Jetzt gilt es die Niederlage schnell abzuhaken, da es schon am Mittwoch in Bönnigheim weitergeht und am kommenden Sonntag das Derby im Illinger Eichwaldpark ansteht.
Für Phönix spielten:
Wächter – Liegmann, Brüstle, Körner, Rieder – F. Knapp – Walter, Fischer – Christofori – N. Knapp (75. Bizik), Schembri (51. Murnberger)
Tore:
0:1 Rapp (38.)
0:2 Cebeci (89.)
Gelbe Karten:
Brüstle
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