
2011 / 2012

| Erste, 4. Pokalrunde: TSV Wiernsheim – TSV Phönix Lomersheim 0:5 (0:1) |
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Phönix souverän weiter
So schwer vorstellbar das auch sein mag, so hatte sich die Personalsituation seit Sonntag nochmals verschärft. Flavio Knapp musste aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden passen, so dass Coach Piayda sich gezwungen sah, Arne Körner ins defensive Mittelfeld zu beordern. Seine Position in der Innenverteidigung nahm Carl „Eisen-Karle“ Knöller ein. Darüber hinaus kam Pietro „Pistol Pete“ Morgante verabredungsgemäß für den beruflich bedingt verspäteten Wächter zwischen den Pfosten zum Einsatz. Die Vorgabe vom Trainer war klar, da auch in der Zeitung öffentlichkeitswirksam kommuniziert: Das Spiel ohne Druck als „Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen“ anzugehen und die Tatsache zu genießen, dass der Ball auf dem Wiernsheimer Kunstrasen nicht permanent verspringt wie auf dem heimischen Kartoffelacker am Wässerle. Als oberste Prämisse wurde die Vermeidung von Sperren und weiteren Verletzungen ausgegeben.
Der Spielbeginn gestaltete sich den eisigen Temperaturen entsprechend eher verhalten. Phönix kontrollierte die Partie bei Ballbesitz weitestgehend, bei gegnerischem Ballbesitz arbeitete man im Kollektiv sehr gut gegen Ball und Gegner und ließ so keinerlei Gefahr für das eigene Tor zu. Eine erste Großchance nach blitzartigem Angriffsspiel hatte Söri Christofori nach sechs Minuten, als er von Fanta Walter auf die Reise geschickt wurde. Nachdem er zwei Verteidiger überlaufen hatte wurde er vom letzten Mann der Hausherren 18 Meter vor dem Tor rüde von hinten gefällt, so dass er anschließend mehrere Minuten an der Seitenlinie behandelt werden musste. Der nachfolgende Freistoß durch Niko Knapp strich über das Gehäuse. Die nächste Torchance hatte wieder Phönix, wieder durch Christofori, der nach seiner Behandlungspause nochmals versuchte weiterzuspielen. Doch sein sehenswerter Heber über den Torhüter senkte sich knapp hinter das Tor. Direkt im Anschluss ging es jedoch nicht mehr weiter, die Schmerzen im Sprunggelenk waren zu groß und das gelb-blaue Lazarett somit um einen Patienten reicher. Sedat „Wolverine“ Bizik kam für ihn ins Spiel und rückte ins Sturmzentrum (10.), während Niko Knapp auf die 10 zurückgezogen wurde. Danach verflachte die Partie etwas und Wiernsheim gestaltete das Spiel etwas offener. Nach einer knappen halben Stunde ein schöner Diagonalheber von Flankengott Walter auf Flügelflitzer Fischer, dessen scharfe Volleyhereingabe am langen Pfosten Italo-Bomber Schembri fand, der per Direktabnahme das 0:1 für Phönix erzielte. Danach kontrollierte Phönix das Geschehen bis auf einige wenig zwingende Offensivaktionen der Heimelf. Gefährlich wurde es für das Phönix-Gehäuse nur einmal, als nach einem Missverständnis im Spielaufbau Ex-Kapitän Scheible an den Ball kam und nach schönem Solo in den Rücken der sonst umsichtigen Phönix-Abwehr passte, wo ein Rot-Schwarzer frei zum Abschluss kam; Piero Morgante reagierte jedoch überragend und konnte zur Ecke klären. Nach zwei weiteren Halbchancen für Phönix ging es anschließend mit einem knappen aber definitiv verdienten 0:1 für Phönix in die warmen Kabinen.
Nach der Pause hatte man sich auf verstärkte Wiernsheimer Bemühungen eingestellt, da Ex-Capitano Scheible einen weiteren Stürmer gebracht hatte. Doch nachdem von den Hausherren nicht wirklich viel kam, suchte die Piayda-Elf selbst wieder verstärkt ihr Heil in der Offensive. Nachdem man zunächst noch zweimal gescheitert war, klingelte es etwa zehn Minuten nach der Pause. Eine lange Freistoßflanke von Tommy Fischer in den Rücken der Abwehr verwertete Eros „Wee-Man“ Schembri per technisch anspruchsvollem Spitzen-Guli zum 0:2, nachdem er sich von seinem Bewacher weggeschlichen hatte. Weitere zehn Minuten später versenkte Sören Brüstle einen wuchtigen Kopfball zum 0:3, nachdem Thomas Fischer per Eckball seine dritte Torvorlage gelungen war. Danach kontrollierte Phönix die Partie vollends und lief Ball und Gegner laufen, in dieser Phase tat sich Nik „Zizou“ Knapp im Zentrum mit seiner umsichtigen Spielweise hervor. Die einzige Torchance der Gastgeber vereitelte Piero Morgante mit einer sicheren Parade nach einem Scheible-Freistoß um die Mauer. Anschließend hatte Phönix mehrere gute Chancen. Zunächst vernaschte Tommy „Arjen“ Fischer drei Gegenspieler und legte dann zurück auf Michael Walter, dessen Torschuss jedoch noch geblockt werden konnte. Anschließend scheiterte Sedat Bizik dreimal innerhalb von 15 Minuten. Das 0:4 besorgte dann Arne Körner eiskalt im Eins-gegen-Eins mit dem Torhüter nach eigenem Ballgewinn im Mittelfeld. Das letzte Tor des Abends war dann doch noch unserem Bullen vom Bosporus vorbehalten – 0:5 nach schönem Angriff über links und wiederum in Folge druckvollen Pressings. Kurz vor Schluss setzte Niko Knapp nach schöner Ballstafette über Riede, Wöhr und eben Knapp noch einen sehenswerten Schlenzer haarscharf neben den linken Torwinkel. So blieb es beim 0:5-Endstand.
Fazit: Ein auch in dieser Höhe absolut verdienter Auswärtssieg beim zur Zeit leider etwas kriselnden Ligakonkurrenten in Wiernsheim. Neben der spielerisch ansprechenden Leistung speziell im zweiten Durchgang sei vor allem die hochkonzentrierte Defensivleistung erwähnt, so dass hinten erfreulicherweise die „Null“ stand. Weiter geht es im Pokal am Wochenende des 12./13.12. mit dem Achtelfinale.
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle, Knöller, Genttner (46. Werner) – Körner – Walter (75. Wöhr), Fischer – Christofori (10. Bizik) – N. Knapp, Schembri
Tore:
0:1 Schembri
0:2 Schembri
0:3 Brüstle
0:4 Bizik
0:5 Körner
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