
2011 / 2012

| Erste: Spvgg. Bissingen - TSV Phönix Lomersheim 2:1 (2:1) |
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Phönix-Coach Piayda sah sich vor der Auswärtsaufgabe beim starken Aufsteiger in Bissingen gezwungen, seine Startelf auf einer Position zu ändern. Für den erkrankten Alex Riede kam der nach einem Armbruch wieder genesene Daniel Münchinger als rechter Außenverteidiger zu seinem zweiten Saisoneinsatz.
Man hatte sich einiges vorgenommen, schließlich wollte man mit einem Auswärtssieg Kontakt zur Spitze herstellen. Entsprechend begann die Partie. Zwar agierte man spielerisch nicht ganz so überzeugend wie in den letzten Spielen, doch war man in der Anfangsphase zunächst zwingender als die Heimmannschaft. Folgerichtig ging man nach sieben Spielminuten in Führung. Nach einem langen Diagonalball von Walter, verlängerte Scampi Kamptmann per Kopf auf Tommy Fischer, der sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und Gelb-Blau mit einem trockenen Linksschuss in die kurze Ecke in Front brachte. Wer nun dachte, die Phönix-Maschinerie würde nun auf Touren kommen, sah sich allerdings getäuscht. Völlig unerklärlich stellte man nach der frühen Führung jegliches koordiniertes Spiel ein und überließ den Hausherren Ball und Raum. Diese nahmen die Einladung dankend an, steigerten sich von Minute zu Minute und kamen ein ums andere Mal gefährlich vor das von Sascha Wächter gehütete Phönix-Tor. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Piayda-Elf immer passiver und zeigte vermehrt auch Schwächen im kollektiven Defensivverhalten. Allerdings konnte man zunächst immer noch – wenn auch einmal mit Unterstützung des Gebälks – in höchster Not klären, doch nach unaufhörlichem Betteln fiel dann doch der Gegentreffer zum 1:1-Ausgleich: Bezeichnenderweise kam dieser durch einen abgefälschten Freistoß durch die Mauer zustande (28.). Doch damit nicht genug: Nach 36 gespielten Minuten bekam man zunächst den Ball nicht aus der Gefahrenzone, bevor sich ein Gästeangreifer am Phönix-Strafraum gegen vier (!) Gelb-Blaue durchsetzen durfte und zur – zugegebenermaßen inzwischen hochverdienten – Führung der Spielvereinigung einschob. Kurz vor der Pause besannen sich die Kicker vom Wässerle dann doch noch mal darauf, dass man eigentlich vorhatte, dieses Spiel zu gewinnen und schon kam man zu einer Reihe guter Chancen. So scheiterten zwischen der 40. und 45. Minute zweimal Scampi Kamptmann und sowie Flave Knapp jeweils haarscharf am Gästekeeper, einem Verteidiger auf der Torlinie oder zielten um Zentimeter am Tor vorbei. So ging es mit einer 2:1 für die Heimmannschaft in die Pause, in der sich Gelb-Blau deutliche Worte von Coach Piayda anhören durfte.
Nach der Pause kam Eros Schembri für den angeschlagenen Dome Murnberger, der Mitte des ersten Durchgangs umgeknickt war. Zwar war man nun etwas präsenter in den Zweikämpfen, doch leistete man spielerisch auch weiterhin nahezu einen Offenbarungseid. So blieben klare Torchancen in den gesamten zweiten 45 Minuten Mangelware. Lediglich ein Distanzschuss von Christofori stellte den Bissinger Torhüter vor ernsthafte Probleme, so dass dieser auf tatkräftige Unterstützung des Querbalkens angewiesen war (80.). Bissingen beschränkte sich jetzt auf die Ergebnisverwaltung, blieb mit Kontern aber stets gefährlich. Da Phönix auch in der Schlussphase zu kopflos und durchschaubar agierte blieb es bis zum Abpfiff beim 2:1 für Bissingen.
Fazit: Nach der schwächsten Saisonleistung eine ebenso verdiente wie unnötige Auswärtsniederlage für die Piayda-Elf, die nach der frühen Führung viel zu wenig investierte und geradezu um Gegentore bettelte. Umso ärgerlicher ist diese Niederlage vor dem Hintergrund, dass die Heimmannschaft zwar im Spiel nach vorne zu überzeugen wusste, sich im Defensivverbund jedoch mehr als verwundbar präsentierte.
Für Phönix spielten:
Wächter – Münchinger (75. Genttner), Brüstle, D. Morgante, Körner – F. Knapp – Walter (75. N. Knapp), Fischer – Murnberger (46. Schembri) – Kamptmann, Christofori
Tore:
0:1 Fischer (7.)
1:1 (28.)
2:1 (36.)
Gelbe Karten:
Fischer
Christofori
Morgante
Genttner
N. Knapp
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