
2011 / 2012

| Erste: TSV Phönix Lomersheim – VfR Sersheim 4:0 (1:0) |
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Das Heimspiel der Ersten gegen Sersheim begann mit einem Novum: Phönix-Coach Piayda konnte zum ersten Mal in dieser Saison dieselbe Elf auf den Platz schicken, die in der Vorwoche Nussdorf geschlagen hatte.
Die Elf vom Wässerle hatte sich einiges vorgenommen, schließlich wollte man mit einem Heimdreier in der Tabelle einige weitere Plätze hochklettern. Vom Anpfiff weg zeigte sich Phönix angriffslustig, so dass sich bereits nach wenigen Minuten die ersten Großchancen einstellten. Nach sechs Minuten ein Angriff aus dem Lehrbuch: Spielaufbau aus der eigenen Viererkette, Arne Körner nimmt auf links in der eigenen Hälfte Tempo auf, Doppelpass mit dem eingerückten Tommy Fischer, Pass ins Zentrum auf Flavio Knapp, der verzögert kurz bis „Lucio“ Körner am Strafraumeck angekommen ist, Pass in die Schnittstelle der Sersheimer Abwehr, Körner zieht nach innen auf und schließt ab. Doch der starke Sersheimer Keeper kann in höchster Not mit der Fußspitze zur Ecke klären. Wenige Minuten später fliegt ein schöner Diagonalball von Flankengott Walter von halb rechts auf die linke Angriffsseite. Söri Christofori erläuft den Ball und flankt Volley vor das Gästetor, wo „Der Schwatte“ Kamptmann lauert und ebenfalls aus der Luft aus sechs Metern zum 1:0 vollendet (12.). Danach nimmt die Piayda-Elf ein wenig Gas weg und beschränkt sich auf die Ballsicherung, wodurch Sersheim zwar etwas besser ins Spiel, aber nicht zu Torchancen kommt. Aus heiterem Himmel plötzlich eine Schrecksekunde für Phönix, als ein Gästeakteur aus klarster Abseitsposition alleine auf Phönix-Keeper Sascha „Katze“ Wächter zuläuft, zur Überraschung aller der Pfiff des Unparteiischen aber ausbleibt. Doch Wächter wäre nicht „Katze“ wenn er im Eins-gegen-Eins nicht glänzend pariert hätte (25.). Lomersheim jedoch unbeeindruckt und wieder zunehmend druckvoller. Nach einem langen Brüstle-Freistoß von der Mittellinie verlängert Scampi Kamptmann per Kopf auf Diego Christofori, dem der Ball jedoch freistehend sieben Meter vor dem Tor über den Spann rutscht (31.). Kurz vor der Pause eine ähnliche Aktion: Tommy Fischer mit einer Freistoßflanke von links auf den Kopf des „Schwatten“ Kamptmann, der herrlich auf Christofori ablegt, doch dessen Volleygeschoss streicht aus aussichtsreicher Position haarscharf über die Querlatte (43.), so dass es zwei Minuten später mit einem hochverdienten 1:0 in die Kabinen geht.
In der Pause muss Coach Piayda wechseln: Für den an muskulären Problemen im Oberschenkel laborierenden Daniele „Berti“ Morgante, rückt Arne Körner in die Innenverteidigung. Fischer rückt nach hinten auf seine absolute Lieblingsposition als linker Außenverteidiger und Italo-Bomber Schembri nimmt seinen Platz im linken Mittelfeld ein, was sich sofort auswirken sollte. Erste Aktion nach der Pause: „Wee Man“ Schembri kommt an den Ball, lässt seinen Gegenspieler stehen, zieht nach innen und nimmt auf rechts den aufgerückten Lexe Riede mit, der in den Strafraum eindringt und dort gefällt wird – Elfmeter für Phönix. Der Sersheimer Keeper ahnt zwar die Ecke und ist kommt mit den Fingerspitzen an den Ball, doch kann er den Schuss von Routinier „Fanta“ Walter nicht parieren (2:0, 46.). Phönix verwaltet jetzt den sicheren Vorsprung und setzt auf schnelle Konter. Nach 58 Minuten legt Christofori für Flave Knapp auf, dessen Schuss aus 18 Metern jedoch knapp neben das Tor geht. Sersheim jetzt mit einem leichten Übergewicht im Mittelfeld, ohne aber im Angriff zu klaren Torchancen zu kommen. Die Phönix-Defensive kann zumeist klären. In der 67. Minute versucht sich der eingewechselte Niko „Zizou“ Knapp mit einem Heber, doch der Gästetorhüter ist auf dem Posten. Sersheim verstärkt jetzt den Druck, doch ist spätestens bei der Innenverteidigung um Sören „Rio“ Brüstle Schluss und Lucio Körner Schluss mit lustig – Sascha Wächter muss nur einmal ernsthaft eingreifen. Eine Viertelstunde vor Schluss ein traumhafter Phönix-Konter zum 3:0: Flave „Sami“ Knapp schickt „Wee Man“ Schembri auf links, der per Außenrist direkt in den Lauf von Dome Murnberger spielt. „Cristiano“ lässt dem gegnerischen Torsteher im Eins-gegen-Eins keine Chance (75.). Sersheim gibt sich weiter nicht auf, doch springt in den verbleibenden 15 Minuten nur noch eine echte Torchance heraus, die „Rio“ Brüstle und der ansonsten als Linksverteidiger deplatzierte „Arjen“ Fischer gemeinsam vereiteln können (85.). Den Schlusspunkt setzt dann schließlich der für den gelb-rot gefährdeten Murnberger eingewechselte Sedat Bizik eine Minute vor Schluss: Nach schönem Diagonalball von Brüstle legt Scampi Kamptmann von der Grundlinie quer an den Fünfer, wo der Bulle vom Bosporus eiskalt zum 4:0 einnetzt (89.).
Fazit: Ein absolut verdienter Heimsieg für die Piayda-Elf, die in der ersten Halbzeit die Gäste aus Sersheim klar dominierte und auch spielerisch zu überzeugen wusste. Nach dem Seitenwechsel ging die spielerische Linie – mit Ausnahme der Konter – etwas verloren, wodurch die nie aufgebenden Gäste besser ins Spiel kamen und etwas höhere Spielanteile bekamen. Dennoch hielt die Phönix-Defensive über 90 Minuten dicht, so dass das erste „Zu-Null“ der laufenden Saison erzielt werden konnte.
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle, D. Morgante (46. Schembri), Körner – F. Knapp – Walter, Fischer – Murnberger (82. Bizik) – Kamptmann, Christofori (65. N. Knapp)
Tore:
1:0 Kamptmann (12.)
2:0 Walter (FE, 46.)
3:0 Murnberger (75.)
4:0 Bizik (89.)
Gelbe Karten:
Murnberger
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