Bezirksliga

2011 / 2012

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TSV Nussdorf – TSV Phönix Lomersheim 1:3 (0:2)
Phönix-Coach Piayda vertraute weitestgehend der Startelf vom Bissingen-Spiel, lediglich Daniele Morgante kam neu ins Spiel. Er bildete zusammen mit Sören Brüstle die Innenverteidigung, Arne Körner rückte dafür nach außen als Linksverteidiger und Thomas Fischer nahm seine angestammte Position im linken Mittelfeld ein.
Vom Anpfiff entwickelte sich ein einseitiges Spiel: Phönix sofort dominant mit viel Ballbesitz und offensiv ausgerichtet. Nussdorf hingegen tiefstehend und sich auf die Defensive beschränkend. Folgerichtig nach einigen vergebenen Halbchancen das 0:1 für Phönix in der 7. Minute. Dominik Murnberger passt nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte auf Arne Körner, der links die Linie hinuntergeht und am Nussdorfer Strafraum zurück auf Murnberger spielt. Kurze Körpertäuschung – gleich zwei Nussdorfer Verteidiger verabschieden sich ins Nirvana – und ein überlegter Abschluss in die kurze Ecke am machtlosen Keeper Lauser vorbei bringt die frühe Führung. Drei Minuten später versucht sich Diego Christofori nach schöner Flanke von links mit einem gefühlvollen Volleyheber, doch ein Nussdorfer kratzt den Ball noch von der Linie (10.). Nach 12 Minuten passt Flavio Knapp aus dem Zentrum auf den linken Flügel, wo Tommy Fischer einen Verteidiger stehen lässt und kurz vor der Grundlinie scharf nach innen auf die kurze Ecke zieht – Lauser im Nussdorfer Tor klärt mit etwas Glück zum Eckball, der jedoch nichts einbringt. Nach einer Phase ohne die ganz klaren Torchancen, in der sich Phönix weitestgehend auf die Ballsicherung beschränkt, legt Scampi Kamptmann 25 Meter vor dem Tor in halblinker Position elegant mit der Hacke für Dome „Cristiano“ Murnberger auf, der nimmt Tempo auf, lässt drei Verteidiger links liegen, umspielt den alleingelassenen Torwart und schiebt zum 0:2 ein (35.). Kurz darauf zwei weitere gute Tormöglichkeiten für die Phönix-Elf: Zunächst scheitert Söri Christofori und keine Zeigerumdrehung später Scampi Kamptmann am gegnerischen Torwart (37./38.). Im Anschluss daran setzt Lucio Körner einen strammen Distanzschuss über das Tor (39.) und scheitert wenig später nach schönem Flankenlauf am Außennetz (42.). Mit dem nächsten Angriff bot sich die Riesenchance auf 0:3 zu erhöhen, doch Dome Murnberger scheitert mit der Hattrick-Chance vor Augen etwas eigensinnig am Keeper – Tommy Fischer hatte wenige Meter daneben vor dem leeren Tor gelauert (43.). Noch in derselben Spielminute Ballverlust im Spielaufbau der Heimmannschaft und Fanta Walter wuchtet einen gefühlvolle Fischer-Flanke gekonnt Richtung Tor – Lauser jedoch erneut auf dem Posten. So ging es mit einer hochverdienten und eigentlich zu niedrigen 0:2-Führung in Pause. Die von Abwehrhirn Sören „Maldini“ Brüstle glänzend organisierte Defensive ließ über die gesamten 45 Minuten lediglich zwei Halbchancen nach Kontern zu.
Nach der Pause Phönix weiterhin dominant. Spielerisch jetzt die stärkste Phase der Piayda-Elf, allerdings zunächst ohne zwingende Aktionen in Richtung gegnerisches Tor. Nach 54 Minuten echauffiert sich Coach Piayda kurzzeitig etwas zu heftig über eine zugegebenermaßen sehr fragwürdige Schiedsrichterentscheidung und vergisst dabei wohl, dass er heute selbst als Spieler auf dem Spielberichtsbogen geführt wird. Diese Einlage quittiert der Mann in Schwarz mit einer gelben Karte. Seine Mannen scheint er damit aber wachgerüttelt zu haben und die Aktionen werden deutlich zwingender – mit Erfolg. Flave „Sami“ Knapp öffnet das Spiel und bedient mit viel Übersicht Tommy „Arjen“ Fischer auf dem linken Flügel, der dem Nussdorfer Verteidiger im Dribbling die Hacken zeigt und dann von der Grundlinie Cristiano Murnberger im Rücken der Abwehr bedient, der aus 8 Metern überlegt in die rechte Ecke zum 0:3 einschiebt (56.). Nach einer Stunde schaltet die Phönix-Elf im Gefühl der Überlegenheit und klaren Führung plötzlich völlig unerklärlich zwei bis drei Gänge zurück und bringt die Heimmannschaft damit wieder ins Geschäft. Nussdorf nimmt diese Einladung dankend an und findet über viel Kampf und Leidenschaft zurück in ein eigentlich längst entschiedenes Spiel. Phönix agiert nun etwas zu fahrig und bringt sich defensiv ein ums andere Mal selbst in Gefahr. Zwischen der 65. und 85. Minute kommt die Heimmannschaft so mehrmals gefährlich in Strafraumnähe und letztlich zu drei guten Chancen. Doch auch in dieser Phase kommt die Elf vom Wässerle zu guten Chancen – jetzt meist über pfeilschnelle Konter. Nach 66 Minuten streicht ein Walter-Geschoss nur um Haaresbreite über das Tor, bevor Diego Christofori nach schöner Flanke von Fanta „Manni Kaltz“ Walter per Volley vergibt (70.). Nach 72 Minuten ist es passiert: Ein Nussdorf-Akteur nutzt eine Möglichkeit zum 1:3-Anschlusstreffer – bezeichnenderweise resultierte dieses Tor aus einem Phönix-Einwurf. Die beiden anderen Tormöglichkeiten vereitelt der souverän spielende Torsteher „Katze“ Wächter glänzend (69./75.). Der erste Wechsel bei Phönix in der 83. Minute: Erich Schembri kommt für Flankengott Walter. Ab Minute 85 stabilisiert sich die Piayda-Elf zusehends und lässt nichts Gefährliches mehr zu – vielmehr sucht man wieder die endgültige Entscheidung. Anschließend geht das trotz fehlenden Abschlussglücks sehr aktive und gefährliche Sturmduo vom Platz – Nik „Diva“ Knapp kommt für Scampi Kamptmann (86.) und das alte Schlachtross C. Piayda für Söri Christofori (88.). Zum Ende hin dann noch zwei Hundertprozenter für Phönix: Zunächst bedient Diva Knapp Eros Schembri per Traumpass, der seinen Volleydrehschuss jedoch freistehend ins Nussdorfer Gehölz jagt (89.). Anschließend scheitert Tommy Fischer nach einem 35-Meter-Solo mit seinem Beinschuss-Versuch an Nussdorf-Keeper Lauser (92.).
Über 90 bzw. 93 Minuten betrachtet ein hochverdienter Sieg für die Phönix-Elf, die sich mit Ausnahme der besagten 20 Minuten als überlegene und spielerisch klar stärkere Mannschaft präsentierte. Kabinenfazit von Coach Piayda: „Bei beidseitig besserer Chancenverwertung geht das Ding 2:8 aus.“ Eine Ansicht, die wohl jeder Zuschauer mit Fußballverstand so teilen dürfte.
 
Für Phönix spielten:
Wächter – Riede, Brüstle, Morgante, Körner – Knapp, F. – Walter (83. Schembri), Fischer – Murnberger – Kamptmann (86. Knapp, N.), Christofori (88. Piayda)
Tore:
0:1 Murnberger (12.)
0:2 Murnberger (35.)
0:3 Murnberger (56.)
1:3 (72.)
Gelbe Karten:
Piayda (54.)
Wächter (76.)

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